Los geht's!

Mannheim geht online - per Steckdose

Am 1. Juli fällt für die Kunden der MVV AG im Süden Mannheims der Startschuss: Mit der Powerline-Technologie können sie über die Stromkabel ein Datentransfervolumen von bis zu zwei Megabit pro Sekunde erreichen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
Am 1. Juli ist es soweit: Kunden des Mannheimer Stromkonzerns MVV AG haben dann die Möglichkeit, über einen Powerline-Anschluss im Internet zu surfen. Der Energiedienstleister hält zunächst für alle Interessenten im Süden Mannheims zwei Tarifmodelle seines Powerline-Angebots "Vype" bereit.


Der Vorteil der Powerline-Technik, die Telefonieren und Surfen über das Stromkabel ermöglicht, ist die bis zu 20-fach schnellere Datenübertragung im Vergleich zu ISDN. MVV wird zunächst zwei Tarifarten anbieten. Das Modell "Vype Profi" wird 33,90 Euro kosten. Darin enthalten ist ein Datentransfervolumen von einem Gigabyte. 1,9 Cent kostet dann jedes weitere Megabyte. Beim Modell "Vype Family" gibt es eine reine Grundgebühr von 14,90 Euro. Jedes Megabyte Datentransfer kostet dann 3,3 Cents. Hinzu kommt bei beiden Tarifvarianten eine einmalige Anschlussgebühr von 119 Euro, wobei das Powerline-Modem darin enthalten ist.


Wie ein Sprecher der Power Plus Communications AG gegenüber dem strom magazin sagte, wird eine große Resonanz auf dieses Angebot erwartet. Die maximale Übertragungsrate von zwei Megabit pro Sekunde scheint viele Internetnutzer in Mannheim zu reizen. Allerdings hängt die Schnelligkeit auch von der Anzahl der User ab. Wenn alle 35 Beteiligten einer Trafostation gleichzeitig surfen, kann die Übertragungsrate auf ISDN-Niveau sinken. Der Praxistest wird jetzt also die Belastbarkeit prüfen. Die MVV ist in jedem Fall von ihrem Produkt überzeugt. Die Power Plus Communications AG (PPC), an dem die MVV und der israelische Dienstleister M@in.net Ltd. je 50 Prozent halten, soll die Powerline-Technik bundesweit vermarkten.

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