Modern und umweltfreundlich

Mainova tauscht Kraftwerk aus

Der Frankfurter Stromversorger Mainova tauscht Kraftwerksanlagen aus, die aus den sechziger Jahren stammen. Als Brennstoff diente sowohl leichtes Heizöl als auch Erdgas. Gründe für die Außerbetriebnahme und die Ersatzinvestition sind die gestiegene Reparaturanfälligkeit und die deutlich besseren Umwelteigenschaften der neuen Anlage.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Die Mainova AG betreibt im Westen von Frankfurt das Heizkraftwerk Niederrad und erzeugt dort Strom und Fernwärme. Über ein Heizwassernetz versorgt das Kraftwerk den Flughafen Frankfurt, die Bürostadt Niederrad und Wohnsiedlungen in benachbarten Stadtteilen mit Fernwärme. Das Frankfurter Energie- und Wasserversorgungsunternehmen nimmt nun Block eins und den Mitteldruckkessel eins im Heizkraftwerk Niederrad außer Betrieb und wird als Ersatz an gleicher Stelle eine GuD-Anlage (GuD = Gas- und Dampfturbinenkraftwerk) errichten. Dieser Anlagentyp bietet gegenüber der Altanlage eine deutlich höhere Wirtschaftlichkeit und Flexibilität sowie einen geringeren Kohlendioxid-Ausstoß durch eine höhere Brennstoffnutzung.

Die Kraftwerksanlagen, die nun stillgelegt werden, stammen aus den sechziger Jahren. Als Brennstoff diente sowohl leichtes Heizöl als auch Erdgas. Gründe für die Außerbetriebnahme und die Ersatzinvestition sind zum einen die gestiegene Reparaturanfälligkeit durch das Erreichen der Lebensdauer, zum anderen die deutlich besseren Umwelteigenschaften der neuen Anlage, die Ende 2004 ans Netz gehen wird. Die Förderung der erneuerten Anlage im Rahmen der KWK-Gesetzgebung beeinflusste die Investitionsentscheidung maßgeblich.

In der GuD-Anlage treibt eine erdgasgefeuerte Gasturbine einen Generator zur Stromerzeugung an. Die Wärmeenergie der sehr heißen Abgase der Gasturbine wird über einen Abhitzekessel auf einen Dampfkraftprozess übertragen. Durch die Kombination von Gas- und Dampfturbine in Verbindung mit Kraft-Wärme-Kopplung lassen sich die Vorteile der beiden Prozesse miteinander kombinieren: Hohe Gas-Eintrittstemperatur der Gasturbine mit geringer Verlustwärme des Wasser-Dampf-Prozesses. Diese Prozesskombination verbessert den Wirkungsgrad entscheidend.

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