Nach dreimonatigem Testlauf

Mainova nimmt 700 Quadratmeter große Photovoltaikanlage in Betrieb

Das Tribünendach des FSV Frankfurt produziert dank einer 30 Kilowatt-Anlage fortan Solarstrom. Interessierten Anlegern bietet die Mainova eine Beteiligung an der Anlage an.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Frankfurter Energieversorger Mainova hat gestern die Photovoltaikanlage auf dem Tribünendach des FSV-Stadions "Bornheimer Hang" im Stadtteil Riederwald offiziell in Betrieb genommen. Damit geht eine der größten Frankfurter Anlagen zur Gewinnung von Solarstrom ans Netz - mit 30 Kilowatt. Finanziert wurde die Anlage jeweils zur Hälfte durch Mehreinnahmen aus dem Verkauf von Strom aus regenerativen Energiequellen ("ÖKaWe") sowie durch direkte Investitionen der Mainova.

Damit löst die Mainova ein Versprechen gegenüber ihren ÖKaWe-Kunden ein, die Mehreinnahmen aus dem Stromprodukt ÖkaWe wieder für die Produktion oder den Zukauf von weiterem regenerativ erzeugtem Strom einzusetzen. ÖKaWe-Kunden der Mainova nämlich zahlen für Strom aus erneuerbaren Energien freiwillig 9,28 Pfennig mehr pro Kilowattstunde im Vergleich zu den Standard-Stromprodukten des Energieversorgers. Mit ÖKaWe wird jenes Mainova-Stromprodukt bezeichnet, das aus Solaranlagen, Wasserkraft und Deponiegas erzeugt wird. Bereits 1071 Haushalte haben sich für diesen Regenerativstrom entschieden.

"Mit seiner Entscheidung für ÖKaWe bestimmt unser Kunde über den Anteil des Stroms aus regenerativen Energiequellen mit. Je höher dieser Anteil, desto geringer ist beispielsweise auch der Ausstoß des klimagefährdenden Treibhausgases Kohlendioxid", so Mainova-Vorstand Jürgen Wann. Seit der Einführung von ÖkaWe 1999 wurden mehr als 150.000 Mark an zusätzlichen Erlösen erzielt.

Der Baubeginn der Anlage am Bornheimer Hang erfolgte im Mai dieses Jahres. Nach Abschluss der Baumaßnahmen und eines dreimonatigen erfolgreichen Testlaufs kann das Solarkraftwerk nun ans Netz gehen. Die jetzige Anlage mit 30 Kilowatt auf einer knapp 700 Quadratmeter großen Fläche ist noch erweiterbar und kann dann rund 32.000 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr liefern. Zum Vergleich: Ein Einfamilienhaus kommt mit einer Anlage von ein bis drei Kilowatt im Jahr aus.

Kunden, die sich für erneuerbare Energien einsetzen wollen oder eine interessante Anlageform suchen, bietet die Mainova eine Beteiligung an der neuen Anlage auf dem Tribünendach des FSV Frankfurt an. Angeboten werden Anteile zwischen einem bis maximal drei Kilowatt, wobei der Preis pro Kilowatt 6000 Mark beträgt.

Mit dem Erwerb von Anteilen ist auch der Anspruch auf den Ertrag aus dem Erlös der Solarstromerzeugung verbunden. Das bedeutet laut EEG eine Einspeisevergütung von zurzeit 99 Pfennig pro Kilowattstunde über einen von Mainova garantierten Zeitraum von zehn Jahren. Legt man die zu erwartende Stromleistung der Anlage zugrunde, so ist mit einer jährlichen Vergütung von ca. 800 Mark pro Kilowatt zu rechnen. Das ergibt nach zehn Jahren pro Anteil 8000 Mark und entspricht einer Nettorendite von acht Prozent. Das Beteiligungsmodell der Mainova bietet damit ca. 2,5 Prozentpunkte mehr als marktübliche Anlageformen wie z.B. Bundesschatzbriefe oder festverzinsliche Wertpapiere.

Die garantierte Einspeisevergütung von 99 Pfennig bekommen gemäß den Vorgaben des EEG alle, die sich noch bis 31. Dezember dieses Jahres an einer Fotovoltaikanlage beteiligen. Für Investoren, die sich erst im nächsten Jahr beteiligen, reduziert sich die Vergütung um fünf Prozent auf 94 Pfennig.

Die Mainova hat alle ÖKaWe-Kunden für den kommenden Samstag, 17. November, um 13 Uhr zur Besichtigung der Fotovoltaikanlage an den Bornheimer Hang eingeladen.

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