Geschäftsbericht

Mainova mit Ergebnis 2001 zufrieden

Der Frankfurter Energieversorger Mainova konnte den Energieabsatz in allen Sparten im Vergleich zum Vorjahr kräftig steigern. Seit der Öffnung des Strommarktes haben etwa 1,6 Prozent der Mainova-Kunden, vorwiegend Großverbraucher, mit einem Anteil von 16 Prozent des Stromaufkommens ihren Lieferanten gewechselt. Das geht aus dem Geschäftsbericht hervor.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Dr. Heinrich Stiens, Vorsitzender des Mainova-Vorstands, zeigte sich mit dem Ergebnis des Geschäftsjahrs 2001 "unter den gegebenen Randbedingungen" zufrieden. Der aufgrund des im Jahr 2001 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages mit der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH erstmalig abgeführte Gewinn betrage 67,8 Millionen Euro. Er liege zwar wie erwartet unter dem Vorjahresergebnis, aber über dem Planansatz.

Der Energieabsatz ist im Jahr 2001 im Vergleich zum Vorjahr in allen Sparten zum Teil kräftig gestiegen. Der Trinkwasserabsatz im Stadtgebiet Frankfurt, das nach Ausgliederung des Weiterverteilergeschäfts weiterhin von Mainova versorgt wird, ist nahezu unverändert geblieben. Die Umsatzerlöse haben sich aufgrund höherer Absatzmengen und Preise um insgesamt knapp 16 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro erhöht; davon wurden 55 Prozent aus dem Gasverkauf, 24 Prozent aus der Lieferung und der Durchleitung von Strom, acht Prozent in der Wasserversorgung und gut sechs Prozent aus Wärmelieferungen erwirtschaftet. Die Erlössteigerung resultiert in erster Linie aus im Jahresmittel höheren Strom-, Gas- und Fernwärmepreisen; insbesondere im Gas- und Wärmegeschäft hat der kühle Frühwinter zusätzlichen Absatz beschert.

Der eigene Stromabsatz ist geringfügig um etwa ein Prozent auf 3,32 Milliarden Kilowattstunden angestiegen; 0,62 Millionen Kilowattstunden wurden für konkurrierende Anbieter durchgeleitet. Das gesamte Stromaufkommen in dem den ganz überwiegenden Teil der Stadt Frankfurt umfassenden Netzgebiet von Mainova hat sich damit um 5,3 Prozent deutlich auf 3,94 Milliarden Kilowattstunden erhöht. Seit der Öffnung des Strommarktes haben etwa 1,6 Prozent der Mainova-Kunden, vorwiegend Großverbraucher, mit einem Anteil von 16 Prozent des Stromaufkommens ihren Lieferanten gewechselt. Das Stromaufkommen stammt zu rund 42 Prozent aus Eigenproduktion, die übrigen 58 Prozent wurden von Dritten, ganz überwiegend von der Syneco GmbH und Co. KG, der neuen Stromhandelsgesellschaft der Thüga-Gruppe bezogen, an der Mainova seit Anfang 2001 maßgeblich beteiligt ist.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt 74 Millionen Euro. Damit liegt das Ergebnis fast 17 Millionen Euro unter dem Vorjahresergebnis, jedoch deutlich über dem Planansatz. Bereinigt um die Sondereffekte insbesondere im Beteiligungsbereich hat sich das ordentliche Geschäftsergebnis 2001 gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Der aufgrund des im Jahr 2001 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages an den Mehrheitsaktionär Stadtwerke Holding abgeführte Gewinn beträgt 67,8 Millionen Euro. Außenstehende Aktionäre erhalten von der Stadtwerke Holding eine Garantiedividende in Höhe von 9,48 Euro je Stückaktie.

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