Hohe Einspeisevergütungen

Magazin: Offshore-Windkraft wird für Bürger teuer

Windparks auf der deutschen Nord- und Ostsee kommt Unternehmen und Bürger teuer zu stehen, schreibt das Wirtschaftsmagazins impulse. Nach Berechnungen des Magazins werden die Einnahmen der Betreiber durch die hohe Einspeisevergütungen auf bis zu 1,8 Milliarden Euro im Jahr 2020 steigen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (red) - Die Rechnung basiert auf der Regierungsprognose, wonach bis 2020 See-Windräder mit einer geschätzten Leistung von 10.000 Megawatt in Betrieb sind, schreibt das Magazin. Das entspräche fast der Hälfte der heutigen Kapazitäten an Land. Zugrunde liegt ein durchschnittlicher Vergütungssatz von zwölf Cent pro Kilowattstunde.

Laut Gesetz gibt es 15 Cent bis 2014, danach geht es stufenweise herunter auf 11,15 Cent in 2017. Außerdem wurde von impulse konservativ angenommen, dass die Räder auf See nur genau so viel Windertrag haben wie die an Land.

Viel Geld für Ausbau von Offshore-Windkraft

Wie impulse weiter berichtet, fördert der Bund den Ökostrom aus Wind darüber hinaus nach Kräften. Allein das Umweltministerium habe nach eigenen Angaben seit 2001 Forschungsprojekte mit gut 100 Millionen Euro subventioniert. Für die Borkumer Pilotanlage würden 50 Millionen Euro fließen.

Zudem lockten auch die Küstenregionen mit Subventionen. So würden Emden, Cuxhaven und Bremerhaven bei den Betreibern mit Baukostenzuschüssen bis zu 25 Prozent für Produktionshallen zur Fertigung und Montage werben. Das Land Niedersachsen plane, in Cuxhaven für rund 26 Millionen Euro einen Spezialhafen für die Verladung der schweren Bauteile zu errichten.

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