Schweigen über Konditionen

Luxemburger Cegedel übernimmt ein Prozent an EEX

Nun sitzt auch der luxemburgische Stromversorger Cegetel mit im Boot der Europäischen Energiebörse - wenn auch nur zu einem Prozent. Die EEX wird damit mehr und mehr zu einem vollständig europäischen Marktplatz, denn inzwischen haben 56 Unternehmen aus zwölf europäischen Staaten Anteile an der Energiebörse.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Zum Jahreswechsel erwarb der luxemburgische Stromversorger Cegedel ein Prozent der Aktien der Trägergesellschaft der European Energy Exchange. Somit halten nun 56 Unternehmen aus zwölf europäischen Staaten EEX-Anteile. "Dies ist ein weiterer Schritt auf unserem Weg zu einem vollständig europäischen Marktplatz", kommentierte Dr. Hans-Bernd Menzel die Transaktion, über deren Konditionen zwischen den Partnern Stillschweigen vereinbart wurde.

Damit werden insgesamt 58 Prozent der Aktien von Unternehmen gehalten, die ihrerseits keine eigenen Handelsinteressen am Strommarkt verfolgen. Größter Anteilseigner ist mit 23 Prozent die Finanzterminbörse Eurex Zürich AG, gefolgt von der skandinavischen Strombörse Nord Pool ASA und der Landesbank Sachsen mit jeweils 17 Prozent. Die übrigen Aktien der EEX sind gleichmäßig auf 53 unterschiedliche Anteilseigner aus verschiedenen Interessengruppen verteilt, von denen keiner mehr als 3,5 Prozent hält.

"Wir erachten ein Investment bei der stärksten Energiebörse Kontinentaleuropas als wichtigen Baustein unserer europäischen Strategie", freute sich Nestor Didelot, Mitglied des Vorstands der Cegedel, über die neue Beteiligung seines Unternehmens.

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