Kampagne für Klimaschutz

Lubminer Kraftwerksgegner bewerben sich um Umweltpreis

Die Allianz "Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin" bewirbt sich in diesem Jahr um den vom Landtag Mecklenburg-Vorpommerns ausgeschriebenen Umweltpreis. Das Bündnis setzt sich gegen den Bau eines neuen Kohlekraftwerkes und für die Ansiedlung neuer Unternehmen der erneuerbaren-Energien-Branche in der Region Lubmin ein.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Schwerin (ddp-nrd/red) - Als Beleg für das umweltpolitische Engagement der im Bündnis vertretenen Bürgerinitiativen und Umweltverbände werde eine Dokumentation ihrer bereits mehr als zwei Jahre währenden Kampagne für Klimaschutz und erneuerbare Energien eingereicht, teilte Sprecherin Karin Kaspar am Dienstag in Schwerin mit.

Sie verwies auf die mehr als 32.000 gesammelten Unterschriften gegen das vom dänischen Energiekonzern Dong geplante Steinkohlekraftwerk, auf die zahlreichen Informationsveranstaltungen und die erhobenen Einwände im Zuge des Genehmigungsverfahrens. Zudem habe die Allianz eigene Vorschläge für den Ausbau des Energiestandortes Lubmin erarbeitet.

Das Bündnis setzt sich nach Kaspars Angaben mit ihrer Kampagne für die Ansiedlung von Produktions- und Forschungsstätten im Bereich regenerativer Energien in Lubmin ein. Damit könnten mehr Arbeitsplätze geschaffen werden, als mit einem Steinkohlekraftwerk, betonte sie.

Der Allianz gehören nach eigenen Angaben unter anderem Bürgerinitiativen von Rügen und Usedom sowie die Umweltorganisationen BUND und WWF an. Der Umweltpreis ist der einzige in Deutschland, der von einem Landesparlament vergeben wird. Er wird alle zwei Jahre ausgelobt. Er ist dem Gedenken an den Naturforscher und Kulturhistoriker Ernst Boll (1817-1868) aus Neubrandenburg gewidmet. Boll hatte sich insbesondere der mecklenburgischen Landes- und Naturgeschichte verschrieben. Der Preis ist mit insgesamt 25 000 Euro dotiert.

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