LPX mit Schwierigkeiten gestartet

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com
Aufgrund eines Problems mit dem Betriebssystem konnte die erste Strombörse Deutschlands, die Leipzig Power Exchange (LPX), ihren Handelsprozess am gestrigen ersten Handelstag nicht im geplanten Zeitraum abschließen. Die Geschäftsführung hatte deshalb entschieden, gestern den Preisfindungsprozess nicht fortzusetzen, um die Marktteilnehmer in die Lage zu versetzen, vergleichbare Abschlüsse mit anderen Marktteilnehmern tätigen zu können.


Die erste deutsche Strombörse soll zunächst als Spotmarkt starten, später soll ein Terminmarkt folgen. Beim Spothandel werden Strommengen für den nächsten Tag gehandelt. Der Handel wird primär über das Internet abgewickelt. Computer ermitteln aus den eingehenden Geboten und Angeboten den aktuellen Preis je Megawattstunde. Angebote darf abgeben, wer vertraglicher Handelspartner der LPX ist. Den Stromproduzenten und -versorgern sowie der Industrie will die LPX so den Zugang zu einem neutralen und transparenten Marktplatz für Elektrizität ermöglichen. Um die physische Lieferung des Stroms für ganz Deutschland sicherzustellen, unterzeichnete die LPX in den zurückliegenden Monaten Verträge mit der VEW Energie AG sowie PreussenElektra für die nördliche Handelszone Deutschlands und mit der RWE AG und der Bayernwerk AG für die südliche Handelszone Deutschlands. Getragen wird die LPX zu je 35 Prozent von der Landesbank Sachsen und der skandinavischen Strombörse Nord Pool. Darüber hinaus sind der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig mit je 15 Prozent beteiligt. Es ist vorgesehen, weitere Partner mit insgesamt 50 Prozent der Anteile zu beteiligen.


Die LPX startet mit rund 25 Mitarbeitern.

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