"Überflüssig"

Linksfraktion kritisiert geplante Starkstromtrasse in Thüringen

Die Linksfraktion im Thüringer Landtag hat sich erneut gegen den geplanten Bau einer Starkstromleitung von Halle nach Schweinfurt ausgesprochen. Die 380-kV-Leitung sei ebenso überflüssig wie die Diskussion, ob die Kabel unter der Erde liegen oder als Freileitung gespannt werden, kritisierte die Abgeordnete Petra Enders.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Erfurt (ddp-lth/sm) - "Was nicht gebraucht wird, muss auch nicht verkabelt werden", so Enders weiter. Die Aussagen der CDU, dass für die Rennsteigquerung ein Erdkabel vorgesehen sei, verunsichere die Menschen in den betroffenen Regionen. Anstelle Umweltschutz ernst zu nehmen und zuzugeben, dass "diese Leitung eigentlich nicht gebraucht wird", würden die Interessen der Menschen und der Klimaschutz "einem hemmungslosen Profitstreben geopfert", fügte Enders hinzu.

Mit der Interessengemeinschaft "Achtung Hochspannung" wenden sich mehrere Bürgerinitiativen seit etwa zwei Jahren gegen die geplante Starkstromtrasse durch den Thüringer Wald.

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