BfS-Informationen

Linksfraktion: Im Atommülllager Asse hat es 2007 gebrannt

Im maroden Atommülllager Asse hat es nach Informationen der Linken im niedersächsischen Landtag 2007 einen Brand gegeben. Dabei sei das Bergwerk komplett evakuiert worden, sagte der Umweltexperte der Fraktion, Kurt Herzog, am Montag der Nachrichtenagentur ddp. Er berief sich auf Informationen aus dem BfS.

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Remlingen (ddp/red) - Eine BfS-Mitarbeiterin habe bei einem Vorgespräch zum Befahren der Asse durch den Untersuchungsausschuss des Landtages in der vergangenen Woche das Feuer erwähnt und von einem "Kabelbrand" als Ursache gesprochen, sagte Herzog. Das BfS wollte sich auf ddp-Anfrage nicht dazu äußern. 2007 sei das Bundesamt noch nicht Betreiber der Asse gewesen, sagte ein Sprecher zur Begründung.

Herzog sagte, es sei fraglich, ob die Sicherheitsvorkehrungen in der Asse gegen Brandgefahren ausreichten. Gefahr gehe von einem Sprengstoffmagazin und von den Dieselfahrzeugen unter Tage aus. Der Abgeordnete verwies darauf, dass sich auf der 750-Meter-Sohle des Bergwerks nur 70 Meter von der nächsten Atommüllkammer ein Sprengstofflager befinde. «Wir erwarten vom BfS, dass diese beunruhigenden Tatsachen offen behandelt werden und der notwendige Schutz für die Beschäftigen sichergestellt wird", sagte Herzog.

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