Antrag

Linke will Fracking in Deutschland komplett verbieten

Die Förderung von Kohleflöz- sowie Schiefergas und Schieferöl mit der "Hydraulic Fracturing"-Methode, dem so genannten Fracking, soll in Deutschland nach dem Willen der Linksfraktion komplett verboten werden. Verschiedene Studien würden die hohen Risiken der Methode inzwischen belegen, so dass ein kompletter Verzicht auf Fracking wünschenswert sei.

Gasflamme© klikk / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Fraktion "Die Linke" forderte die Bundesregierung in einem Antrag auf, einen Gesetzentwurf mit einem Verbot dieser auch als "Fracking" bekannten Fördermethode vorzulegen. Unternehmen, die bereits eine Aufsuchungserlaubnis für Schiefergas- oder Schieferölvorkommen erhalten haben, sollten demnach innerhalb von sechs Monaten nachweisen, dass eine Förderung auch ohne Fracking möglich ist: "Sollte ein solcher Nachweis nicht oder nicht zufriedenstellend erfolgen, ist die Aufsuchungserlaubnis zu widerrufen", fordert die Fraktion.

Fracking beinhalte zahlreiche Risiken

In der Begründung heißt es, zahlreiche Studien würden die hohen Risiken und negativen Umweltbelastungen durch Fracking belegen. Als Beispiele nennt die Fraktion die Verunreinigung des Trinkwassers durch Chemikalien, Methan oder Lagerstättenwasser. Außerdem enthalte der bei der Förderung anfallende Flowback (Rückfluss) aus Lagerstättenwasser und Frac-Flüssigkeit neben Chemikalien häufig radioaktive Isotope, Quecksilber und Benzol. Anwohner hätten eine große Lärmbelastung zu ertragen. "Aufgrund dieser hohen Risiken ist die Voraussetzung, Fracks zu genehmigen, nicht gegeben", so das Fazit der Linksfraktion.

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