Umweltschutz

LichtBlick: Stromzertifizierung 2006 erfolgreich abgeschlossen

LichtBlick-Strom wird auch im Jahr 2006 zu 100 Prozent aus regenerativen Erzeugungsquellen stammen. Das Öko-Institut und der TÜV Nord als Zertifizierer sowie die Verbraucherzentrale NRW und die internationale Umweltschutzorganisation WWF bescheinigten erneut die Einhaltung höchster Umweltstandards.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Hamburg (red) - Biomasse- und Wasserkraftwerke liefern bei einem Gesamtabsatz von über einer Milliarde Kilowattstunde die größten Anteile am Strom des Hamburger Ökostromerzeugers. Zehn Prozent stammen aus der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Aufnahme des nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) geförderten Wind- und Fotovoltaikstroms. "Erneuerbare Energie genießen in der Bevölkerung seit Jahren höchste Sympathiewerte", kommentierte Heiko von Tschischwitz, Geschäftsführer von LichtBlick.

"Wir werden dieses Jahr unser seit Jahren regeneratives Stromprodukt durch eine Investitionsentscheidung in Höhe von 14 Millionen Euro in ein Biomasseheizkraftwerk zukunftsorientiert ergänzen und damit aktiv zur verstärkten Nutzung einheimischer und umweltfreundlicher Energieträger beitragen", kündigte er an. 520 Millionen Kilowattstunden LichtBlick-Strom (50 Millionen Kilowattstunden mehr als 2005) werden demnach im Jahr 2006 die strengen Kriterien des ok-power-Labels einhalten.

Die Trägerorganisationen des ok-Labels schreiben insbesondere Anforderungen in Bezug auf das Alter und die Umweltstandards der Kraftwerke vor. Ein zusätzlicher Umweltnutzen gegenüber den staatlichen Fördermaßnahmen des EEG wird dadurch garantiert und bescheinigt. Nach den Berechnungen des TÜV Nord erzielt LichtBlick somit bei vollständigem Verzicht auf die Atomenergie eine Reduktion der klimarelevanten Kohlendioxid-Emissionen um über neunzig Prozent im Vergleich zu den bundesweiten Durchschnittswerten.

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