Teurer

LichtBlick-Strompreis steigt um vier Prozent

Im nächsten Jahr wird der Strompreis von LichtBlick um vier Prozent steigen. Wie der Stromanbieter mitteilte, werden mit der Preisanpassung für 2006 die um über 25 Prozent gestiegenen Großhandelspreise für den Stromeinkauf auf die Preise umgelegt. Die monatliche Grundgebühr soll unverändert bleiben.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hamburg (red) - Der Preis pro Kilowattstunde beträgt ab Januar 2006 bei LichtBlick 18,50 Cent statt bisher 17,60 Cent pro Kilowattstunde. Die monatliche Grundgebühr bleibt unverändert bei 6,90 Euro. LichtBlick bleibe damit deutlich unter den von den etablierten Versorgern angekündigten Preiserhöhungen von sechs bis zwölf Prozent.

Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom Oktober wirkt sich noch nicht auf die Preisbildung im nächsten Jahr aus, so LichtBlick. Der Bundesgerichtshof hatte entschieden, dass die Betreiber der Stromnetze ihre Kalkulationen offen legen und die Angemessenheit der verlangten Durchleitungsentgelte gegenüber neuen Stromanbietern wie LichtBlick nachweisen müssen. Die Kartellbehörden sprechen von um 30 Prozent überhöhten Netzentgelten.

"Wir haben in den nächsten Monaten die Aufgabe, den Erfolg vor dem Bundesgerichtshof so umzusetzen, dass daraus auch für die Kunden ein spürbarer Effekt resultiert. Das wird noch ein langer Weg, aber der entscheidende Einstieg ist mit dem richtungsweisenden Urteil geschafft." so Heiko von Tschischwitz, Geschäftsführer des nach eigenen Angaben größten unabhängigen Stromversorgers.

Wie das Unternehmen mitteilt, informiert LichtBlick seine Kunden über die Preiserhöhung schriftlich und legt dem Schreiben eine ausführliche Begründung der Zusammenhänge bei. Diese steht auch im Internetauftritt zur Verfügung.

Weiterführende Links
Das könnte Sie auch interessieren
  • Vattenfall

    Vattenfall hebt Strompreise an

    Vattenfall erhöht die Preise bei seinem Grundversorger-Tarif. Diejenigen, die noch nie einen Stromvertrag gewechselt haben, beziehen automatisch einen solchen Tarif. Die Preiserhöhung müssen Kunden aber nicht einfach hinnehmen.

  • Photovoltaik Vergleich

    Solar Cluster: Photovoltaikanlage 2017 noch günstiger

    Wer über den Kauf einer Photovoltaikanlage nachdenkt, für den ergeben sich Experten zufolge 2017 weitere Pro-Argumente. Beispielsweise soll die Einspeisevergütung im Februar noch einmal steigen. Außerdem seien die Anlagen an sich günstiger geworden, so die Branchenvereinigung Solar Cluster.

  • Stromtarife

    25 Thüringer Stromversorger wollen Preise erhöhen

    Die meisten der 29 Thüringer Stromversorger haben beim Wirtschaftsministerium einen Antrag auf Erhöhung der Strompreise gestellt. Dabei geht es laut Wirtschaftsminister Reinholz um Steigerungen um bis zu zwölf Prozent. Reinholz betonte, dass noch kein Antrag genehmigt wurde.

  • Hochspannungsleitung

    "Widerstand gegen Strompreiserhöhung formiert sich"

    Der Rechtsanwalt und Energierechtsexperte Thomas Fricke macht sich keine großen Hoffnungen, dass E.ON seine Preiskalkulation tatsächlich derart offenlegt, dass die Preiserhöhungen auf Erforderlichkeit und Angemessenheit überprüft werden können. Im Gespräch mit dem strom magazin hielt er Preissenkungen dennoch für möglich.

  • Stromnetz Ausbau

    Rehberger fordert Ende der Windstrom-Abnahmepflicht

    Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Horst Rehberger (FDP) erwartet von einer schwarz-roten Bundesregierung eine schnellstmögliche Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in Bezug auf die Windkraft. Die Privilegierung für Strom aus Windkraft könne nicht aufrecht erhalten werden.

Top