LichtBlick begrüßt Schritt der obersten Wettbewerbshüter

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
Auf Initiative der LichtBlick - die Zukunft der Energie GmbH, Hamburg, hat das Bundeskartellamt ein förmliches Missbrauchsverfahren gegen die Stadtwerke München eröffnet, weil es einigen Unternehmen die Durchleitung kategorisch verweigert hatte. (das strom-magazin berichtete) Bereits Ende Juni hatte LichtBlick einen ersten Antrag zur Versorgung von Kunden bei den Stadtwerken München gestellt. Mit dem Verweis auf "die Problematik von Kältespitzen" und die noch ausstehende "Entwicklung von EDV-Abrechnungsmodellen" haben die Stadtwerke München das Durchleitungsbegehren von LichtBlick abgelehnt.


"Mit dieser Begründung haben die Stadtwerke München zu erkennen gegeben, dass sie sich nicht auf der gesetzlichen Grundlage des Energiewirtschaftsgesetzes bewegen. Der Gang zum Bundeskartellamt war für uns die logische Konsequenz", so Heiko von Tschischwitz, Geschäftsführer von LichtBlick in einer Presseerklärung. "Es ist nicht einzusehen, warum wir Kunden im Netzgebiet anderer Stadtwerke und auch im direkten Umland von München mit unserem besonders umweltfreundlichen Strom versorgen können, bei den Stadtwerken München aber nicht."


Weiter heißt es: Das neue Energiewirtschaftsgesetz, das Ende April 1998 in Kraft getreten ist, verpflichtet jeden Netzbetreiber, sein Stromnetz Neuanbietern wie LichtBlick diskriminierungsfrei zur Verfügung zu stellen. Nach den Erfahrungen von LichtBlick ist die Haltung der Stadtwerke München zwar kein Einzelfall, aber wettbewerbs- und kartellrechtlich einer der Klarsten. "Wer sich so eindeutig gegen jeden Wettbewerb positioniert wie es die Stadtwerke München bis heute tun, muss damit rechnen, dass ein Musterverfahren, so wie dieses, angestrengt wird", so Heiko von Tschischwitz. "Rückwärtsgewandte Positionen schaden in erster Linie dem eigenen Image und werden keinen Erfolg haben." Bereits in der vergangenen Woche hatte LichtBlick mit Hilfe des Bundeskartellamts gegenüber den Neckarwerken Stuttgart die Aufgabe ihrer Blockadehaltung gegenüber einer entsprechenden Durchleitungsanfrage zur Versorgung von Haushalts- und Gewerbekunden erwirkt.

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