Liberalisierung des Gasmarktes kommt nicht voran: VEA fordert Regulierungsinstanz

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA), Hannover, fordert mit Nachdruck eine Regulierungsinstanz, um den Wettbewerb auf dem Gasmarkt endlich in Gang zu bringen. Nachdem die Verhandlungen über eine Verbändevereinbarung zur Liberalisierung des Erdgasmarktes am 24. Januar erneut ergebnislos abgebrochen worden waren sei es nun an der Zeit, den Druck auf die Versorger zu erhöhen, forderte Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA. Die mittelständischen Unternehmen hätten keine Geduld mehr, weiter auf eine funktionierende Vereinbarung zu warten.


Die bisherige Verbändevereinbarung sei "Flickwerk" und habe keinerlei Fortschritte gebracht. Dies sei auch vom Energiewirtschaftlichen Institut der Universität Köln (EWI) und dem Büro für Energiewirtschaft und Technische Planung GmbH (BET) bestätigt worden. Nach massiver Kritik des VEA hätten nun auch die EU-Kommission, der Bundeswirtschaftsminister und das Bundeskartellamt mit Regulierung gedroht. "Wenn die Verbändeverhandlungen trotzdem immer noch ergebnislos verlaufen, kann man kaum noch erwarten, dass es auf dem Verhandlungsweg zu Regelungen kommt, die den Wettbewerb wirklich in Gang bringen", befürchtet Panitz. Wenn sich die Versorger nicht bewegen, müsse eben der Staat reagieren. Die beste Möglichkeit bleibt die Einrichtung einer Regulierungsbehörde, so Panitz abschließend.

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