Joint Venture

LG und Conergy betreiben Fabrik in Frankfurt/Oder gemeinsam

Das in Hamburg ansässige Solarunternehmen Conergy und der südkoreanische Elektronikkonzern LG wollen die Solarfabrik in Frankfurt an der Oder in Brandenburg als ein gemeinsames Joint Venture betreiben - sofern das Kartellamt sein Okay gibt.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg/Seoul/Potsdam (ddp/sm) - LG soll danach 75 Prozent an der Firma mit derzeit 400 Mitarbeitern übernehmen, wie beide Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Conergy werde die verbleibenden 25 Prozent halten. Conergy-Chef Dieter Ammer sagte, die strategische Allianz werde Conergy bei der Entwicklung hin zu einem führenden Unternehmen auf dem Photovoltaikmarkt helfen. Der Abschluss der Transaktion bedarf noch der kartellrechtlichen Genehmigung und sei noch vor dem Jahreswechsel zu erwarten. Finanzielle Details wurden nicht genannt.

Conergy-Vorstandschef Dieter Ammer hatte im August gesagt, das Unternehmen kehre zu seinen Wurzeln zurück und konzentriere sich wieder auf das Vertriebs- und Projektgeschäft. Es mache wenig Sinn, sich mit einer eigenen Fabrik auf die Fertigung einer bestimmten Solartechnik zu beschränken. Conergy suche daher für sein Werk in Frankfurt (Oder) einen Partner. An einem solchen Joint Venture müsste das Unternehmen auch nicht zwingend die Mehrheit halten.

Das Solarunternehmen stand 2007 wegen seines rasanten Expansionskurses, wozu auch der Aufbau einer eigenen Fertigung in Frankfurt (Oder) gehörte, kurz vor der Pleite.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) begrüßte den Einstieg von LG Electronics bei Conergy. "Damit hat der Firmenstandort in Frankfurt (Oder) Aussicht auf eine tragfähige Zukunft", sagte Junghanns am Donnerstag in Potsdam. Das sei auch für die dort Beschäftigten eine positive Botschaft. Junghanns bezeichnete LG als "international hochkarätige Firma".

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