9,3 Milliarden Euro

Letzte Hürde genommen: RWE kann Essent übernehmen

Der Übernahme des Energieversorgers Essent durch RWE steht nichts mehr im Wege. Das Parlament der Provinz Nordbrabant, das die Übernahme Ende April noch knapp abgewiesen hatte, votierte nun mit einer klaren Mehrheit von 33 zu 21 Stimmen dafür. Damit ist die letzte Hürde gefallen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Amsterdam (red) - Damit kann die Provinzregierung den Verkauf ihrer Anteile an Essent im Umfang von 30,8 Prozent wie gewünscht über die Bühne bringen. RWE will für die Übernahme von insgesamt 80 Prozent der Essent-Anteile insgesamt 9,3 Milliarden Euro zahlen.

Vor der Zustimmung durch Nordbrabant hatten bereits fast alle an Essent beteiligten Provinzen und Gemeinden grünes Licht gegeben. RWE will den niederländischen Konzern mit Ausnahme des Verteilernetzes und des Entsorgungsgeschäfts übernehmen. Dadurch könnte RWE rund 5,3 Millionen Kunden dazugewinnen - davon rund eine Million in Deutschland, wo Essent ebenso tätig ist wie in den Niederlanden und Belgien. Das Geschäft soll RWE zudem einen Platz in der internationalen Top-Liga der Energiekonzerne verschaffen.

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