Mit deutscher Hilfe

Lettische Plattenbauten werden energetisch saniert

Das im Frühjahr gestartete erste deutsch-lettische Umweltschutzprojekt "Initiative energetische Wohnungssanierung" hat ein lebhaftes Echo ausgelöst. Es wurden Anträge zur energetischen Sanierung von lettischen Plattenbau-Wohngebäuden mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von etwa 33 Millionen Euro gestellt.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Ökologisches Ziel des Projekts ist es, den Heizenergieverbrauch für die betreffenden Wohngebäude zu halbieren und den Ausstoß von Kohlendioxid um knapp 1100 Tonnen pro Jahr zu senken. Damit soll modellhaft gezeigt werden, wie ein finanzierbares Wohngebäude-Modernisierungsprogramm in Lettland und in anderen Staaten Mittel- und Osteuropas aussehen kann. In diesen Ländern gibt es derzeit noch fast 43 Millionen Plattenbauwohnungen, die energetisch saniert werden müssen.

Mit dem ersten deutsch-lettischen Umweltschutzpilotprojekt werden etwa elf Plattenbau-Wohngebäude mit etwa 770 Wohnungen in verschiedenen Städten Lettlands energetisch saniert. Dazu gehören vor allem der Einbau neuer Fenster, die Wärmedämmung an Außenwänden, die Modernisierung der Heizsysteme und der Einbau von Thermostatventilen. Die so eingesparten Betriebskosten tragen wesentlich dazu bei, dass sich für die Mieter die zusätzlichen finanziellen Belastungen durch die Sanierungsmaßnahmen in einem bezahlbaren Rahmen bewegen.

Insgesamt werden aus dem BMU-Haushalt Zins- und Investitionszuschüsse in Höhe von bis zu zwei Millionen Euro bereitgestellt. Die KfW- Bankengruppe wird ein Darlehen in Höhe von fünf Millionen Euro zur Verfügung stellen und darüber hinaus noch einen eigenen Zinszuschuss in Höhe von bis zu 120 000 Euro beisteuern.

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