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Leichter Rückgang des Primärenergieverbrauchs

In den ersten drei Quartalen dieses Jahres ging der Energieverbrauch in der Bundesrepublik Deutschland leicht zurück: Mit etwa 490 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten blieb man knapp unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraumes. Die Stromerzeugung in Wind- und Wasserkraftwerken legte kräftig zu.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Der gesamte Primärenergieverbrauch in Deutschland lag nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen in den ersten neun Monaten dieses Jahres mit fast 490 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten knapp unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraumes. Zu diesem Ergebnis haben - bei einer insgesamt stabilen konjunkturellen Entwicklung - vor allem Preiseffekte beigetragen.

Der Mineralölverbrauch lag mit 131,8 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten insgesamt um 2,1 Prozent unter dem Vergleichswert für 2003. Damit hielt der Rückgang des Mineralölverbrauchs in Deutschland an; er betraf den Absatz der einzelnen Ölprodukte unterschiedlich stark. Der Absatz von leichtem Heizöl ging besonders stark zurück (minus 15 Prozent), der von schwerem Heizöl sank um sechs Prozent. Während Otto- (minus drei Prozent) und Flugkraftstoffe (minus 0,2 Prozent) ebenfalls Rückgänge aufwiesen, stieg der Absatz von Dieselkraftstoff (drei Prozent) und Rohbenzin (fünf Prozent).

Der Erdgasverbrauch nahm um 1,3 Prozent auf 76,5 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten zu. In der Industrie fiel der Anstieg stärker aus. Die privaten Haushalte verzeichneten bei geringfügig kälterer Witterung einen leichten Zuwachs, während der Einsatz in Kraftwerken etwa auf dem Vorjahresniveau lag.

Der Steinkohlenverbrauch war mit 48,7 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten um drei Prozent niedriger als vor einem Jahr. Ursächlich für diese Entwicklung war der Rückgang beim Einsatz in der Elektrizitätswirtschaft.

Der Braunkohlenverbrauch blieb wegen der höheren Lieferungen an die Kraftwerke mit 41,2 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten knapp über dem Vorjahresniveau (plus 0,7 Prozent). Die Stromerzeugung der Braunkohlenkraftwerke war insgesamt etwas höher (plus 0,1 Prozent).

Die Stromerzeugung der Kernkraftwerke übertraf mit rund 45 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten den Vorjahreswert leicht (plus 0,4 Prozent).

Diejenige der Wasserkraftwerke nahm um fast 12 Prozent zu und die der Windkraftanlagen stieg um rund 33 Prozent. Zusammengenommen wuchs die Stromerzeugung dieser beiden Bereiche um knapp 21 Prozent.

Der Verbrauch von sonstigen Energieträgern (in erster Linie Brennholz und andere erneuerbare Energieträger, etwa Biokraftstoffe) stieg leicht gegenüber dem Vorjahr.

Die Tabelle "Primärenergieverbrauch in Deutschland" (1. bis 3. Quartal 2004) können Sie sich als PDF-Dokument unter http://media.strom-magazin.de/402/422/116.pdf herunterladen.

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