Folgen

Leichte Radioaktivität aus Fukushima in Deutschland gemessen

Nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima im März 2011 sind Spuren von radioaktiven Partikeln in Baden-Württemberg festgestellt worden. Die Aktivität der sogenannten Radionuklide sei aber so gering gewesen, dass keine Erhöhung der Strahlenexposition zu verzeichnen gewesen war.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart/Tokio (dapd/AFPred) - Das erklärte das Landesumweltamt in seinem am Mittwoch präsentierten Jahresbericht 2011. Darüber hinaus stellte das Amt in einigen Proben geringe Aktivitäten künstlicher Radionuklide fest, die von dem Reaktorunfall in Tschernobyl sowie von früheren oberirdischen Kernwaffenversuchen stammen. Dass die Bevölkerung einer unzulässigen Strahlendosis ausgesetzt wurde, schließt die Behörde aber aus.

Zwei Meiler in Japan laufen wieder

Erstmals seit der Atomkatastrophe von Fukushima hat die japanische Regierung wieder zwei Atomreaktoren hochfahren lassen. Regierungschef Yoshihiko Noda ordnete am Samstag Medienberichten zufolge die Wiederaufnahme des Betriebs von zwei Reaktoren in Oi in der Zentralprovinz Fuki an. Japan befürchtete Energieengpässe für den Sommer.

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