Kommentar

Lausitzer Rundschau zu Vattenfall-Gewinn: Glückliche Schweden

Für das ostdeutsche Braunkohlerevier Lausitz habe die solide wirtschaftliche Verfassung von Vattenfall Vorteile, sie stärke Wertschöpfung und Arbeitsplätze, kommentierte die Lausitzer Rundschau das aktuelle Betriebsergebnis der Schweden. Für den Verbraucher hätten die Gewinnsprünge jedoch einen "faden Beigeschmack".

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Cottbus (red) - "Die großen Konzerne in Europas Energiewirtschaft sind für zweierlei bekannt: Einerseits lamentieren sie viel über schlechte Energiepolitik. Andererseits gelingt es ihnen, sich in jeder der möglichen Welten so einzurichten, dass das Geschäft Jahr für Jahr besser floriert", kommentierte die in Cottbus erscheinende "Lausitzer Rundschau" das am Freitag veröffentliche Ergebnis des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall.

Und weiter heißt es: "Im vergangenen Jahr stiegen die Gewinne um 28 Prozent auf knapp 2,2 Milliarden Euro. Für die Lausitz hat dieser Erfolg mehrere Fassetten. Die Braunkohlewirtschaft ist nach vielen kritischen Jahren einer Zitterpartie in einer grundsoliden, international gut aufgestellten Unternehmensgruppe angekommen. Mehr noch: Sie bildet das produktive Rückgrat des Konzerns.

Der Erfolg des Ganzen beruht damit nicht zuletzt auf der effektiven Förderung des Lausitzer Energieträgers. Das stärkt Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region. Für den Verbraucher haben die Gewinnsprünge jedoch einen äußerst faden Beigeschmack. Denn er finanziert sie.

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