Abfälle

Laufzeitverlängerung führt zu einem Drittel mehr Atommüll

Der von Politikern der Union und der FDP geforderte längere Betrieb von Kernkraftwerken würde einem Medienbericht zufolge die Menge von Atommüll massiv erhöhen. Damit würde etwa ein Drittel mehr Abfälle anfallen, deren Endlagerung immernoch ungeklärt ist.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (ddp/red) - Sollten alle in Betrieb befindlichen Meiler acht Jahre länger laufen als geplant, würden dadurch 2960 Tonnen mehr Atommüll in Form von bestrahlten Brennelementen anfallen als wenn alle Reaktoren wie im Gesetz zum Atomausstieg geplant vom Netz gehen.

Die Gesamtmenge der durch Abfall anfallenden Radioaktivität würde gegenüber dem Ausstiegsszenario um 28 Prozent steigen, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervorgeht, die der "Berliner Zeitung" vorliegt.

In der Antwort beziffere die Regierung den bis Ende 2007 angefallenen Atommüll auf insgesamt 5832 Tonnen Brennelemente. Bis zur geplanten Abschaltung des letzten Kernkraftwerkes 2022 würden danach 4800 weitere Tonnen anfallen. Dazu komme noch der in verglasten Behältern angefallene Müll aus den Wiederaufbereitungsanlagen. Bei einer Verlängerung der Laufzeiten um acht Jahre, wie sie von den Fachpolitikern von Union und FDP erwogen werden, kämen noch einmal 2960 Tonnen hinzu.

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