Geschäftsjahr 2000/2001

LAUBAG: Weiterer Anstieg beim Absatz von Braunkohle

56,7 Millionen Tonnen Rohbraunkohle hat die Lausitzer Braunkohle AG im vergangenen Jahr gefördert. Das sind 6,6 Millionen Tonnen oder 13 Prozent mehr als im Jahr davor. Die Umsatzerlöse sind trotzdem zurück gegangen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Der Vorstand der Lausitzer Braunkohle Aktiengesellschaft (LAUBAG) hat jetzt den Bericht über das Geschäftsjahr 2000/2001 vorgelegt. Seine Bilanz: Die Geschäftsentwicklung ist unter Berücksichtigung der weiter schwierigen Wettbewerbsbedingungen zufrieden stellend.

Im Geschäftsjahr 2000/2001 förderten die LAUBAG-Tagebaue Jänschwalde, Cottbus-Nord, Welzow-Süd und Nochten insgesamt 56,7 Millionen Tonnen Rohbraunkohle, das sind 6,6 Millionen Tonnen (13 Prozent) mehr als im Vorjahr. Damit wurde die höchste Braunkohlenförderung seit der Privatisierung im Jahre 1994 erreicht. Mit 54,1 Millionen Tonnen erhöhte sich der Absatz an Rohbraunkohle gegenüber dem letzten Geschäftsjahr um 4,6 Millionen Tonnen (neun Prozent). Diese deutliche Erhöhung resultiert aus dem gestiegenen Bedarf der VEAG-Kraftwerke, unter anderem durch die Aufnahme des Dauerbetriebes des 907-Megawatt-Blockes im Kraftwerk Boxberg. An weitere Kunden, vor allem regionale Energieversorgungsunternehmen und Heizkraftwerke, wurden zwei Millionen Tonnen Rohbraunkohle verkauft. Der Absatz von Braunkohlenbrikett war durch einen anhaltenden, jedoch gegenüber dem Vorjahr geringeren Rückgang um 12 Prozent gekennzeichnet. Im Jahr 2000/2001 wurden insgesamt 666 000 Tonnen verkauft. Beim Braunkohlenstaub lag die Verkaufsmenge bei 487 000 Tonnen. Bedingt durch die schlechte Konjunktur im Baugewerbe konnte erstmals keine Steigerung erreicht werden. Der Absatz von Wirbelschichtbraunkohle erreichte eine Höhe von 178 000 Tonnen und lag damit auf Vorjahresniveau. Mit der technischen Stabilisierung des Heizkraftwerkes Cottbus wird künftig ein Absatz von 275 000 Tonnen erwartet.

Im Geschäftsjahr 2000/2001 erzielte die LAUBAG Umsatzerlöse in Höhe von 633 Millionen Euro, wovon der überwiegende Anteil auf den Verkauf von Rohbraunkohle und Braunkohlenprodukten entfiel. Gegenüber dem Vorjahr verminderten sich die Umsatzerlöse trotz der deutlichen Erhöhung des Absatzes an Rohbraunkohle um zehn Prozent. Die wesentlichen Ursachen für diesen spürbaren Rückgang sind die Preisreduzierungen gegenüber der VEAG. So wurde der durchschnittliche Rohkohlepreis zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Braunkohle um etwa 18 Prozent gesenkt. Realisierten Kostensenkungen im Beschaffungsbereich, beim Personalaufwand und bei den Abschreibungen stehen erhöhte bergbaubedingte Rückstellungen, sowie ein niedrigeres Finanzergebnis gegenüber. Damit liegt das Ergebnis der LAUBAG bei einem Jahresfehlbetrag von 34,6 Millionen Euro.

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