Kältewelle

Langer Winter treibt Heizkosten um bis zu 20 Prozent

Wegen des langen Winters werden die Deutschen bei der Heizkostenrechnung tiefer in die Tasche greifen müssen: In einer Hochrechnung für die "Welt am Sonntag" ("WamS") geht der Eigentümerverband Haus & Grund von einem Anstieg um 10 bis 15 Prozent gegenüber dem letzten Winter aus. Andere sprechen sogar von 20 Prozent höheren Kosten.

Heizkosten© Wolfgang-S / Fotolia.com

Berlin (AFP/red) - Bereits von Oktober bis Januar sei es etwas kälter als im Vergleichszeitraum der vorherigen Heizperiode gewesen, der ungewöhnlich kalte März habe die Kosten nun weiter nach oben getrieben. Der Bund der Energieverbraucher rechnet dem Bericht zufolge sogar mit bis zu 20 Prozent höheren Heizkosten.

März war erheblich kälter als sonst

Im März war es dem Deutschen Wetterdienst zufolge 4,1 Grad kälter als im langjährigen Durchschnitt. Die Wetterbeobachter ermittelten daraus insgesamt 614 sogenannte Gradtagszahlen- die Maßeinheit für die Berechnung des Heizenergiebedarfs in Abhängigkeit von der Außentemperatur. Das ist ein Plus von 51 Prozent gegenüber den 405 Gradtagszahlen im März 2012.

60 Euro mehr alleine im März

Was das in Euro in der Kasse von Haushalten mit Ölheizung ausmacht, errechnete im Auftrag der "WamS" die gemeinnützige Beratungsgesellschaft CO2online.de: Pro 100 Quadratmeter Wohnfläche dürften demnach für den März im Durchschnitt rund 60 Euro mehr Heizkosten anfallen als im März des vergangenen Jahres. Wer mit Gas heizt, sollte überprüfen, ob ein Anbieterwechsel sinnvoll sein kann. Das Sparpotenzial im Vergleich zu den Tarifen des Grundversorgers ist enorm.

Quelle: AFP

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