Projektstart

Landkreis Kaiserslautern fördert Energie aus heimischen Quellen

Der Landkreis Kaiserslautern will in den kommenden zwei Jahren Vorhaben entwickeln, wie der Landkreis und seine neun Verbandsgemeinden den Energieverbrauch senken und dabei neue Energiequellen nutzen können. Umweltministerin Margit Conrad (SPD) startete dazu jetzt ein Pilotprojekt.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Kaiserslautern (ddp-rps/sm) - In einem bundesweit einmaligen Projekt will der Landkreis Kaiserslautern seinen Energiebedarf künftig aus eigenen Quellen decken. In den kommenden zweieinhalb Jahren sollen Vorhaben entwickelt werden, wie der Landkreis und seine neun Verbandsgemeinden den Energieverbrauch senken und dabei neue Energiequellen nutzen können, sagte Umweltministerin Margit Conrad (SPD) gestern in Kaiserslautern zum Projektstart. Analysiert werden soll unter anderem die Energiegewinnung aus Biomasse und Solarenergie. Geplant sei auch der Aufbau von Biogastankstellen.

Geleitet wird das Projekt von einem Institut am Umweltcampus Birkenfeld. Bei der Umsetzung soll die heimische Wirtschaft eingebunden werden. Die Gesamtkosten liegen bei 219 000 Euro. Das Umweltministerium unterstützt die Initiative mit 60 000 Euro. Ziel sei eine dauerhafte Förderung der regionalen Wirtschaft bei gleichzeitiger Reduktion des Kohlendioxid-Ausstoßes.

Vorläufer war ein Pilotprojekt "Zero Emission Village" in der Verbandsgemeinde Weilerbach. Dabei seien alle regenerativen Energieträger systematisch erschlossen und unter anderem Windkraftanlagen sowie drei Nahwärmenetze gebaut worden. Den Auswertungen zufolge ist eine Versorgung mit regional verfügbaren erneuerbaren Energien grundsätzlich möglich. Dabei könnten beim Strom bis zu zehn Prozent und im Wärmebereich bis zu 40 Prozent eingespart werden.

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