Feinstaubbelastung

Landkreis Darmstadt-Dieburg gegen Staudinger-Ausbau

Der Kreis Darmstadt-Dieburg befürchtet durch den Ausbau des Kohlekraftwerks Staudinger bei Großkrotzenburg eine zusätzliche Feinstaubbelastung. In einer Stellungnahme wird daher gefordert, dass dem geplanten Vorhaben keine Genehmigung erteilt wird.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Darmstadt-Dieburg (ddp-hes/sm) - Man bedauere, dass für den geplanten Bau des Steinkohle-Kraftwerkblocks 6 eine "klimaschädigende und nicht fortschrittliche Variante gewählt" wurde, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten, im Rahmen des Raumordnungsverfahrens abgegebenen Stellungnahme an das Regierungspräsidium Darmstadt.

Der Landkreis setze sich in verschiedenen Projekten für den Einsatz erneuerbaren Energien ein. Die markanten Eingriffe in das Klima durch den Ausbau des Kraftwerks Staudinger stünden diesem Engagement deutlich entgegen. Das zu erwartende Feinstaubaufkommen des neuen Blocks belaste die ohnehin schon stark betroffene Region zusätzlich, schreibt der Landkreis. Damit wäre die Gesundheit der Anwohner gefährdet.

Dem Kreis zufolge könne eine zukunftsfähige Kraftwerksanlage nicht daran gemessen werden, dass sie einen geringeren Ausstoß an Schadstoffen verursachen werde, als die derzeit bestehende. Es sei auch zu berücksichtigen, dass durch den Neubau des Steinkohleblocks etwa weitere vier Jahrzehnte lang mit massiven Schadstoffausstößen zu rechnen sei, die durch eine modernere und saubere Technologie vermindert werden könnten.

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