Bewag-Antrag

Landgericht Berlin untersagt Yello Telefonanrufe zur Strom-Werbung

Auf Antrag des Berliner Stromversorgers Bewag hat das Landgericht Berlin der Yello Strom GmbH im Rahmen einer Einstweiligen Verfügung untersagt, Privatpersonen unaufgefordert anzurufen und zum Wechsel des Stromversorgers aufzufordern. Auch die Verbraucherzentrale hat die Entscheidung des Gerichts begrüßt.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Das Landgericht Berlin hat der Yello Strom GmbH im Rahmen einer Einstweiligen Verfügung untersagt, Privatpersonen unaufgefordert anzurufen und zum Wechsel des Stromversorgers aufzufordern.

Die Verbraucherzentrale Berlin und der regionale Stromversorger Bewag haben in einer ersten Reaktion die Entscheidung des Gerichts begrüßt. Nach Ansicht der Verbraucherschützer führe die große Zahl von Telefonmarketing-Aktionen zu einer "erheblichen Belästigung der Bürger" und die Bewag beklagt, dass Yello-Vertriebsmitarbeiter mit falschen Behauptungen telefonisch versuchten, Bewag-Kunden abzuwerben.

Mit der Einstweiligen Verfügung entsprach das Gericht einem Antrag der Bewag, die die Firma Yello bereits mehrfach zu einem Verzicht auf diese Werbepraxis aufgefordert hatte. Es sei bekannt und anerkannt, dass unaufgeforderte Telefonanrufe unlauteren Wettbewerb darstellten, erklärte Gabriele Francke, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Berlin e. V. Trotzdem würden derartige Telefonmarketing-Aktionen von vielen Firmen immer wieder durchgeführt. "Sobald wir davon hören, mahnen wir die Firmen sofort ab", erklärte Francke.

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