Landgericht Berlin bestätigt einstweilige Verfügung gegen E.ON

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
Das Landgericht Berlin hat am Nachmittag in einem erstinstanzlichen Urteil dem Berliner Senat ein Veto-Recht beim Verkauf der Mehrheitsanteile des Berliner Energieversorgers Bewag zugesprochen. Damit bestätigte das Gericht die einstweilige Verfügung gegen den Energiekonzern E.ON, die schon vor 10 Tagen ergangen war. Hintergrund: Der aus der Fusion von Bayernwerk und PreussenElektra entstandene Energieversorger E.ON Energie plant seine Beteiligung an der Bewag (49 Prozent des Kapitals, 52,5 Prozent der Stimmen) an die Hamburgischen Electricitäts-Werke AG (HEW) abzugeben (Hintergründe zum Aktientausch lesen Sie hier) einstweilige Verfügungen erwirkt.


Der Grund für die Auseinandersetzung liegt auf der Hand: Southern Energy möchte selbst den Mehrheitsanteil an der Bewag erwerben, um sich dadurch erstens Möglichkeiten zum Einstieg beim ostdeutschen Braunkohleverstromer Veag zu sichern und sich dadurch zweitens in Deutschland zu positionieren. HEW seinerseits hat gestern Wirtschaftsminister Müller ein Konzept für den Aufbau eines Energiekonzerns bestehend aus HEW, VEAG sowie den Kohlegesellschaften Laubag und Mibrag vorgelegt, in das auch die Bewag einbezogen werden soll. Danach hatte Müller vor Journalisten in Berlin gesagt, dass das HEW/Vattenfall - Angebot "bei nüchterner Betrachtung etwas besser ausfalle als das von Southern Energy". Auch die Veag-Führung hat sich für diese sogenannte "große Lösung" ausgesprochen.

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