Protest

Landesweiter Streik bei Ölkonzern Total in Frankreich

Beim Ölkonzern Total sind Mitarbeiter am Mittwoch landesweit in einen Streik getreten, um gegen die geplante Schließung einer Raffinerie zu protestieren. Der Ausstand soll noch am Donnerstag andauern. In der von der Schließung bedrohten Raffinerie wurde schon vor vier Wochen die Arbeit niedergelegt.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Paris (afp/red) - Alle sechs Raffinerien der Gruppe in Frankreich sowie zwölf Treibstofflager seien betroffen, sagte ein Konzernsprecher in Paris. Das Unternehmen habe schon vor dem Streik Vorkehrungen getroffen, damit die Proteste die Lieferungen an die Kunden nicht beeinträchtigten.

Zu dem Streik hatten vier Gewerkschaften bei Total aufgerufen. Er soll mindestens bis Donnerstag dauern. Laut der Gewerkschaft CGT beteiligten sich 95 Prozent der Raffineriebeschäftigten an dem Ausstand. Anlass ist die Ankündigung von Total, die nordfranzösische Raffinerie Flandern bei Dünkirchen zu schließen. Dort wird bereits seit einem Monat gestreikt. Seit Dienstag hat die Belegschaft auch die Verwaltungsgebäude besetzt.

Total will Ende März mitteilen, welche Alternativen den 370 Beschäftigten innerhalb des Konzerns angeboten werden. Der rechtfertigt die geplante vollständige Schließung mit "einem strukturellen und dauerhaften Rückgang beim Verbrauch von Ölprodukten".

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