Über Zukunft beraten

Landesregierung Nordrhein-Westfalen lädt zu Kohlegipfel

Die NRW-Landesregierung will bei einem Gipfeltreffen über die Zukunft der Bergbauregionen beraten. Wirtschaftsministerin Christa Thoben werde die 15 Oberbürgermeister und Landräte des Ruhrgebiets sowie den Landrat des Kreises Steinfurt zu einem Gespräch über die weitere Entwicklung der Kohlerückzugs­gebiete einladen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Das Spitzentreffen solle "zeitnah" stattfinden, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Thoben hatte den Angaben zufolge in den vergangenen Wochen bereits Gespräche mit den bis 2013 von Zechenschließungen betroffenen Regionen im Raum Unna/Hamm, in der Emscher-Lippe-Zone und am Niederrhein (Kamp-Lintfort) über mögliche Folgewirkungen und Landeshilfen gesprochen. "Uns geht es darum, den unmittelbar betroffenen Regionen schnell und wirksam zu helfen", sagte Thoben.

Zuvor hatte auch der DGB einen "Kohlegipfel" gefordert. Das Land solle einen Fonds auflegen, aus dem innovative Projekte in den Bergbauregionen gefördert werden könnten. Das Land NRW müsse hierfür Finanzmittel bereitstellen, die der Staat bei den Kohlesubventionen eingespart habe, so die Forderung der Gewerkschaft.

Im vergangenen Jahr hatten sich Politik, Gewerkschaft und Unternehmen auf einen Bergbau-Ausstieg im Jahr 2018 geeinigt. Dieser Beschluss kann jedoch 2012 vom Bundestag revidiert werden. CDU, FDP und Grüne im NRW-Landtag sind strikt gegen eine Fortsetzung des subventionierten Bergbaus an Rhein und Ruhr. SPD und Gewerkschaften fordern hingegen einen Sockelbergbau. Derzeit sind bundesweit noch rund 27.000 Menschen im Steinkohle-Bergbau beschäftigt.

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