Land Berlin will Stromkosten weiter senken - Einsparungen in zweistelliger Millionenhöhe

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com
Das Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Finanzen, hat im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung die LBD-Beratungsgesellschaft mbH und die Kanzlei Becker Büttner Held (beide Berlin) mit der Einrichtung einer zentralen Energiewirtschaftsstelle beauftragt. Mit der Energiewirtschaftsstelle will das Land Berlin vor allem die Kosten des Energiebezugs weiter senken. In den bisherigen Verhandlungen konnte bereits eine Reduzierung von über 100 Millionen Mark erreicht werden.



Der Einkauf von Energie für alle Einrichtungen des Landes Berlin erfolgt zentral. Die Senatsverwaltung für Finanzen schließt die Rahmenverträge mit den Energieversorgungsunternehmen ab. Die Energiewirtschaftsstelle wird das Land Berlin zukünftig bei dieser Aufgabe unterstützen und dazu beitragen, das Energiebezugsmanagement weiter zu optimieren. Dafür ist unter anderem eine Energiedatenbank notwendig, deren Aufbau eine der Hauptaufgaben der Energiewirtschaftsstelle sein wird.



Die Marktmacht Berlins als Großkunde soll auch zukünftig gebündelt werden, um auf diese Weise die Energiebezugskosten weiter zu senken. Vor allem die Chancen des liberalisierten Strom- und Gasmarktes sollen genutzt werden. Der Energiebezug erfolgt unter Beachtung der energiepolitischen Vorgaben des Landes Berlin.



Ziele eines effizienten Energiemanagements der zum Land Berlin gehörenden öffentlichen Gebäude seien unter anderem: Kostensenkung zur Haushaltsentlastung, Verringerung des Verwaltungsaufwands, Bereitstellung von Energiedaten für ein Energiecontrolling, Optimierung der Verhandlungsposition des Landes Berlin gegenüber den Energieversorgungsunternehmen.



Die Vergabeentscheidung wurde im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb getroffen. 30 Teilnahmeanträge waren nach europaweiter Ausschreibung eingegangen. Sieben Bewerber wurden zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert, wovon wiederum fünf die Gelegenheit bekamen, ihr Konzept im Rahmen einer Präsentation darzustellen. Danach wurden mit drei Bewerbern die Verhandlungen aufgenommen. Der Zuschlag wurde der LBD Beratungsgesellschaft mbH und der Kanzlei Becker Büttner Held erteilt, welche das wirtschaftlichste Angebot vorgelegt hatten.



Staatssekretär Bielka: "Das Land Berlin erwartet durch die Tätigkeit der Energiewirtschaftsstelle weitere Einsparungen bei den Energiebezugskosten in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Mit der Einrichtung der Energiewirtschaftsstelle gibt die Senatsverwaltung für Finanzen als moderne Verwaltung die passende Antwort auf die Liberalisierung des Energiemarktes".

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