Neue Verzögerungen

Lahmer Netzausbau: Aufsichtsbehörde schlägt Alarm

Die Bundesnetzagentur schlägt wegen neuer Verzögerungen beim Ausbau des deutschen Stromnetzes Alarm. Der Präsident der Aufsichtsbehörde, Jochen Homann, warnte am Freitag in Bonn: "Der Ausbau des deutschen Höchstspannungsnetzes muss dringend beschleunigt werden."

Strommasten© Siegfried Schnepf / Fotolia.com

Bonn (dapd/red) - Bei ihrem Monitoring hatte die Behörde zuvor weitere Verzögerungen beim Ausbau wichtiger Stromtrassen festgestellt, deren Bau von der Bundesregierung schon 2009 mit dem Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) beschlossen worden war. So werde sich die Inbetriebnahme der EnLAG-Vorhaben Lauchstädt-Redwitz und Redwitz-Grafenrheinfeld zwischen Sachsen-Anhalt und Bayern um ein weiteres Jahr verspäten.

Netzausbau: Wunder Punkt der Energiewende

Bisher sind erst 214 Kilometer der insgesamt 1.834 Kilometer langen EnLAG-Trassen realisiert. Von 24 geplanten Leitungen sind lediglich zwei in Betrieb gegangen. Bei 15 der 24 Vorhaben erwartet die Netzagentur einen Zeitverzug von einem bis zu fünf Jahren. Der Netzausbau gilt als einer der zentralen Punkte der Energiewende.

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