Engagement

Länder starten Pilotprojekt "Emissionshandel Nord"

Politik, Wirtschaft und Wissenschaft arbeiten in Schleswig-Holstein derzeit in einem Pilotprojekt zum Emissionshandel. Vorteil: Durch die aktive Mitwirkung beim Kompetenzaufbau in Schleswig-Holstein und bei der Gestaltung der zukünftigen Rahmenbedingungen können sich Unternehmen schon jetzt auf die kommenden Herausforderungen einstellen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Die letzten Tage haben den Emissionshandel in Deutschland und Europa weiter vorangebracht: Im Rahmen des Projektes "Emissionshandel Nord", ein gemeinsames Pilotprojekt der Energiestiftung Schleswig-Holstein mit der Vereinigung der Industrie- und Handelskammern in Schleswig-Holstein sowie der Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein e. V., wurden am Montag und Dienstag die Grundlagen für die kommenden Emissionshandelsaktivitäten geschaffen.

Einführung in genauen Ablauf

In der Sitzung des Projektbeirates, der mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft besetzt ist, wurde eine intensive fachliche Diskussion der Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Emissionshandel im Pilotprojekt und auf europäischer Ebene geführt. Der Workshop am Dienstag, der gleichzeitig die Auftaktveranstaltung für die Unternehmen war, diente dazu, alle beteiligten Akteure in den genauen Ablauf des Projektes einzuführen und die methodischen Grundlagen zu erörtern. Auf den Veranstaltungen zeichnete sich ab, dass die Art der Einbeziehung von Kraft-Wärme-Kopplung, regenerativen Energien und dezentraler Energieerzeugung ein wichtiger Aspekt des Projektes sein wird, womit insbesondere der spezifischen Situation der schleswig-holsteinischen Energieversorgung Rechnung getragen wird.

Aktive Mitwirkung am Kompetenzaufbau

Dr. Holger Krawinkel, Vorstand der Energiestiftung Schleswig-Holstein, freute sich über das große Engagement der Unternehmen und fügte hinzu: "Durch die aktive Mitwirkung beim Kompetenzaufbau in Schleswig-Holstein und bei der Gestaltung der zukünftigen Rahmenbedingungen können sich diese Unternehmen schon jetzt auf die kommenden Herausforderungen einstellen und werden dadurch nach der Einführung eines europaweiten Emissionshandelssystems Wettbewerbsvorteile genießen." Ausdrückliche Unterstützung findet das Projekt auch in der Europäischen Union. "Die Europäische Kommission begrüßt das Pilotvorhaben sehr, besonders da es sich am Richtlinienentwurf der Kommission zum Emissionshandel orientiert," erklärte Beiratsmitglied Lars Müller von der Europäischen Kommission. Dadurch könnten die Projektveranstalter ihre Resultate später wirksam in die Diskussion auf europäischer Ebene einspeisen.

Länderübergreifende Handelssimulation

Ministerialrat Franzjosef Schafhausen vom Bundesumweltministerium, ebenfalls Mitglied des Projektbeirats, befürwortete eine Vernetzung der verschiedenen Emissionshandelsaktivitäten auf der Ebene der Bundesländer, insbesondere im Hinblick auf eine länderübergreifende Handelssimulation der an den jeweiligen Pilotprojekten teilnehmenden Unternehmen.

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