KWK-Verband fordert mehr Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung für den Klimaschutz

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
"Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) gehört zu den wirkungsvollsten Maßnahmen zur Senkung der Treibhausgasemissionen. Ihr massiver Ausbau in den kommenden Jahren bietet die einzige Chance, das Ziel einer Minderung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes um 25 Prozent bis 2005 noch zu erreichen oder wenigsten in dessen Nähe zu kommen." Dieses Resümee hat die Fördergemeinschaft Blockheizkraftwerke auf ihrer Tagung in Berlin aus einer Reihe von aktuellen Studien verschiedener deutscher Forschungsinstitute und Wissenschaftler gezogen. Die logische Konsequenz aus dieser Erkenntnis kann nach Meinung des KWK-Verbandes nur darin bestehen, nun entschlossen und ohne weitere Verzögerungen ein Gesetz zum Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung zu verabschieden. Ein entsprechender Auftrag des Gesetzgebers sei in dem neuen Gesetz zur Sicherung der bestehenden Kraft-Wärme-Kopplung bereits enthalten.


Hintergrund der in den letzten Wochen vorgelegten Studien von insgesamt zehn Instituten ist ein Ende November 1999 im Bundeskanzleramt gefasster Beschluss, eine Verdoppelung der Kraft-Wärme-Kopplung innerhalb eines Jahrzehntes anzustreben, falls sie sich als die geeigneteste Technologie zur CO2-Minderung erweisen sollte. Dass diese Voraussetzung erfüllt ist, wird von fast allen vorliegenden Studien bestätigt, so dass nunmehr das Wirtschafts- und das Umweltministerium am Zuge sind. Auch die bisher noch offene Frage, mit welchem Instrument die KWK-Verdoppelung herbeigeführt werden sollte, ist nach Meinung der Fördergemeinschaft Blockheizkraftwerke aufgrund der Empfehlungen in den Studien inzwischen klar beantwortet: Eine progressive Quotenregelung wird in allen Studien als geeignete Maßnahme bezeichnet.


Die Fördergemeinschaft ist bereit, zusammen mit anderen interessierten Wirtschaftskreisen und Verbänden bei der Formulierung eines praxisgerechten Gesetzentwurfes zusammenzuarbeiten, damit noch in diesem Jahr ein KWK-Ausbaugesetz auf möglichst breiter Basis verabschiedet werden kann.

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