Horizontale Kooperation

Kurth rät Stadtwerken zu Beteiligung an Kraftwerks-Projekten

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, empfiehlt Stadtwerken die Beteiligung an unabhängigen Stromerzeugungs-Projekten. So könnten sie sich im Wettbewerb behaupten und den steigenden Beschaffungskosten trotzen, sagte er der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe) in Düsseldorf.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, rät den deutschen Stadtwerken, sich an unabhängigen Stromerzeugungs-Projekten zu beteiligen. So könnten sie sich im Wettbewerb behaupten und den steigenden Beschaffungskosten trotzen, sagte er in einem Interview mit der in Düsseldorf erscheinenden Rheinischen Post (Donnerstagausgabe).

Wenn sich kommunale Versorger an Kraftwerksprojekten beteiligten, könnten sie Einfluss nehmen auf den Strompreis. Solche "horizontalen Kooperationen" würden den Markt vielfältiger machen und den Wettbewerb unter den Erzeugern verstärken. "Wir würden solche unabhängigen Erzeugerprojekte gerne fördern", sagte der Chef der Netzagentur, die den deutschen Energie- und Telekommunikationsmarkt reguliert.

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