Senkungspotenztiale

Kurth beklagt mangelnde Transparenz bei Energiekonzernen

RegTP-Chef Matthias Kurth hat heute im ZDF-Morgenmagazin erneut die mangelnde Transparenz bei der Strompreisgestaltung kritisiert. Seine Behörde werde daher zunächst die sehr unterschiedlichen Netznutzungsentgelte kontrollieren und sogenannte Vergleichsmärkte bilden.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Der designierte Präsident der Regulierungsbehörde (RegTP) für die Energiemärkte, Matthias Kurth, hat den Versorgern erneut mangelnde Transparenz bei der Preisgestaltung vorgeworfen. Die künftige Kontrollbehörde werde vor allem bei den sehr unterschiedlichen Netznutzungsentgelten ansetzen, bekräftigte Kurth am Montag im ZDF-"Morgenmagazin".

Hier gebe es deutliche Senkungspotenziale, da die Gebühren in manchen Gebieten um das Dreifache höher lägen als bei vergleichbaren Betreibern. Die Regulierungsbehörde werde daher so genannte Vergleichsmärkte bilden, um die notwendige Differenzierung vorzunehmen, zugleich aber die Effizienz zu stimulieren.

Bei der weiteren parlamentarischen Behandlung der Novelle zum Energiewirtschaftsgesetzt (EnWG), das die Arbeitsgrundlage für den Regulierer schaffen soll, seien Änderungen am Entwurf noch wahrscheinlich, sagte Kurth. Dies müsse abgewartet werden. Er hoffe aber bei den Politikern auf die Erkenntnis, dass im Interesse des Wettbewerbs eine schnelle Lösung erreicht wird, damit die Behörde doch noch im Januar 2005 mit ihrer Arbeit beginnen könne.

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