Analyse

Kundenzufriedenheit in Deutschland europaweit am größten

Einer Analyse der Londonder Datamonitor plc. zufolge sind die deutschen Energieversorger gut auf eine Expansion in europäische Nachbarmärkte vorbereitet. Eine Befragung von mehr als 1500 europäischen Großkunden hatte ergeben, dass die Kundenzufriedenheit in Deutschland 96 Prozent beträgt. Die Anforderungen unterscheiden sich europaweit nicht.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Eine Analyse der unabhängigen Londoner Datamonitor plc. hat ergeben, dass die deutsche Stromgroßkunden zu 96 Prozent zufrieden sind mit dem Service ihres Energieversorgers. Damit stehen die deutschen Unternehmen noch vor den französischen Konkurrenten europaweit an der Spitze. Wie die Analysten zudem herausfanden, haben die deutschen Versorger so auch die besten Chancen auf eine erfolgreiche Expansion in europäische Nachbarländer, da sich die Erwartungen in den verschiedenen Ländern nicht groß unterscheiden.

Deutschland top, Spanien flop

Die Analyse basiert auf Interviews mit 1500 Großkunden in Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Spanien, Italien und Deutschland. Deutsche Unternehmen erreichten dabei eine Zufriedenheitsrate von 96 Prozent, gefolgt von französischen Unternehmen mit 95 Prozent. Am anderen Ende der Skala stehen die Niederlande (85 Prozent) und Spanien (80 Prozent). Französische Unternehmen erzielen laut Datamonitor jedoch nur in ihrem eigenen Land ein so gutes Ergebnis, da ihre nationalen Kunden wenig anspruchsvoll seien. Die spanischen Unternehmen haben es im eigenen Land mit den anspruchvollsten Kunden zu tun, von daher steigt die Kundenzufriedenheit bei Kunden aus anderen europäischen Ländern.

Kein regelmäßiger Kontakt erwünscht

Wie Datamonitor ebenfalls herausgefunden hat, unterscheiden sich die Ansprüche der europäischen Kunden nicht großartig: Transparente und korrekte Rechnungen und effektive Vertragsverhandlungen sei für alle europäischen Großkunden am wichtigsten. Regelmäßiger Kontakt und regelmäßige Hinweise zu neuen Produkten halten die meisten europäischen Kunden für nicht nötig. Hier zeigten sich die Befragten nur mit Vattenfall Europe und der französischen SNET zu 100 Prozent zufrieden, wie die Analyse ergab.

Anna Marie Davis, Analystin bei Datamonitor, bescheinigte E.ON, EnBW und Vattenfall die größten Chancen auf eine erfolgreiche Expansion in europäische Nachbarmärkte.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Straßenverkehr

    Europavergleich: Hier steigt der Preis für Immobilien

    Ein kleines Haus irgendwo in Europa – davon träumen viele Deutsche, schließlich sind es auch die Kosten für eine Unterkunft, die das Reisen so teuer machen.

  • Benzinpreise

    Bis zu 50 Cent Preisspanne beim Sprit

    Die Spritpreise variieren in den einzelnen Staaten Europas deutlich. Bis zu 50 Cent Preisunterschied sind es derzeit bei Diesel und Benzin, je nach dem Land, indem man gerade tanken möchte. Besonders vor den Feiertagen und Ferien lohnt sich daher ein Vergleich.

  • Stromnetz Ausbau

    Spanischer Versorger liefert 400 Gigawattstunden nach Deutschland

    Im nächsten Jahr wird der bekannte spanische Energieversorger Endesa mehr als 400 Gigawattstunden Strom nach Deutschland liefern. Zu den 23 Großkunden gehört auch die im Automotive-Bereich tätige Continental. Insgesamt ist Endesa in fünf europäischen Ländern tätig und gehört in Frankreich und Portugal sogar zu den Marktführern.

  • Strom sparen

    Italien ohne Strom: 57 Millionen Menschen von Blackout betroffen

    Binnen nur sechs Wochen ist es gestern zum weltweit vierten spektakulären Stromausfall gekommen: In Italien saßen 57 Millionen Menschen im Dunklen. In Deutschland sei ein ähnliches Szenario nicht denkbar, heißt es nach wie vor - doch werden künftige Investitionen in Kraftwerke und Leitungen immer wichtiger. Auch potenzielle Terroranschläge werden bereits erörtert.

  • Handy Tarife

    Vodafone vereinheitlicht Datentarife in Westeuropa

    An den Preisen innerhalb Deutschlands ändert sich nichts, doch im Ausland wird die mobile Internet-Nutzung in vielen Fällen günstiger. Ein Festpreissystem soll für mehr Transparenz sorgen.

Top