Personalie

KTG-Ehrenmitgliedschaft für Dr. Dietmar Kuhnt

Die Kerntechnische Gesellschaft e. V. (KTG) hat Dr. Dietmar Kuhnt die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Damit würdigt die KTG den jahrzehntelangen intensiven Einsatz des ehemaligen Vorstandvorsitzenden der RWE AG für die Kernenergie. In seiner Rede zeigte er sich überzeugt davon, dass die Kernenergie eine zweite Zukunft hat.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Schon sehr früh sei Kuhnt energisch für eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit für die Kernenergie eingetreten und hätte die in diesem Bereich tätigen Organisationen Deutsches Atomforum (DAtF) und KTG aktiv unterstützt. Maßgeblich wirkte er auch an der Gründung des Informationskreises KernEnergie mit. Innerhalb der KTG war Dr. Kuhnt von 1973 bis 1979 Mitglied des Vorstands, fünf Jahre davon auch Schatzmeister, zudem von 1974 bis 1980 Vorsitzender des Satzungsausschusses und von 1976 bis 1979 Vertreter der KTG im Finance Committee der European Nuclear Society sowie im Verwaltungsrat des DAtF.

"Ich bin überzeugt, dass die Kernenergie eine zweite Zukunft hat", sagte Dr. Kuhnt in einem Vortrag im Anschluss an die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft. Im Ensemble der heute und in absehbarer Zeit verfügbaren Energietechnologien sei die Kernenergie die einzige Energieform, die unter quantitativen, qualitativen und ökologischen Aspekten in der Lage sei, den hohen und komplexen Anforderungen an die Energieversorgung moderner Industriegesellschaften zu entsprechen. Allerdings müsse hierzu eine breite gesellschaftliche Akzeptanz und das Vertrauen in einen auf Dauer sicheren Betrieb der Kernkraftwerke wieder gewonnen werden. Dies sei in erster Linie keine naturwissenschaftlich-technische Frage. Risikowahrnehmung wäre vielmehr auch ein soziales Phänomen, betonte Dr. Kuhnt. Darüber hinaus müsse in Deutschland die Frage der Endlagerung radioaktiver Abfälle politisch verbindlich geklärt werden.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Atomenergie Gefahr

    Stresstest: Nicht genug Atom-Rückstellungen für den "Worst Case"

    Der Stresstest zu den Rückstellungen der Atomkonzerne sorgt für Unstimmigkeiten in der Politik. Während Sigmar Gabriel die Ergebnisse dahin gehend interpretiert, dass die Gelder der Konzerne ausreichen werden, warnt die Opposition davor, sich auf den Ergebnissen auszuruhen. Der Test zeigt auch, dass die Rückstellungen bei ungünstigen Umständen bei weitem nicht ausreichen würden.

  • Kraftwerk

    EU rechnet Atomstrom-Kosten offenbar künstlich niedrig

    Die EU verschleiert in ihren Zukunftsplänen für Europas Energieversorgung laut einer Studie die wahren Kosten von Atomstrom und benachteiligt dadurch die ökologische Stromerzeugung. Die Kosten für Atomstrom würden "systematisch" unterschätzt, jene für alternative Energieerzeugung überschätzt.

  • Stromtarife

    Betreiber erinnern an Versorgungssicherheit durch Kernkraftwerke

    Die Kernkraftbetreiber haben auf die Äußerungen von Umweltminister Trittin reagiert, die Kernenergie würde die Versorgungssicherheit gefährden. Zudem bezeichneten sie Trittins Vorschlag, die Kosten für die Endlagersuche zu übernehmen als "sachwidrig und ungerechtfertigt" und eine Bündelung der Kompetenzen auf Bundesebene sei ebenfalls nicht zielführend.

  • Strom sparen

    BfS genehmigt vier Zwischenlager an Atomkraftwerken

    Die Betreiber der vier Atomkraftwerke Biblis, Neckarwestheim, Isar und Unterweser haben vom Bundesamt für Strahlenschutz die Genehmigung ür die Aufbewahrung abgebrannter Brennelemente in Zwischenlagern erhalten. Damit sind von insgesamt zwölf gestellten Anträgen nun sieben genehmigt, so dass ein Ende der Castor-Transporte abzusehen ist.

  • Stromnetz Ausbau

    BDI für breiten Energiemix mit der Option Kernenergie

    "Bisher hat uns noch keiner gesagt, wie nach Auslaufen der Kernenergienutzung der Grundlastbedarf bei der Stromversorgung gedeckt werden soll." Aus diesem Grund sprach sich Dr. Carsten Kreklau vom BDI für die weitere Nutzung der Kernenergie aus. Er sprach auf einer Veranstaltung des Deutschen Atomforums.

Top