Kritik an Veba/Viag-Fusion

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
An der geplanten Fusion der Großkonzerne Veba und Viag haben ostdeutschen Politiker der CDU scharfe Kritik geübt. Der Sprecher der ostdeutschen CDU-Bundestagsabgeordneten, Michael Luther, erklärte in Berlin, die Fusion werde dazu führen, dass ostdeutsche Standorte im Zuge der Neuordnung des
Energie-Großunternehmens "unter die Räder geraten". Er sprach von Zehntausenden Arbeitsplätzen, die in den Braunkohlerevieren gefährdet seien. Weiterhin appellierte er an die Wirtschaft, ihre Verantwortung für
ostdeutsche Arbeitsplätze und den weiteren Aufbau Ost wahrzunehmen.


Unterstützung bekam der Christdemokrat auch von seinem Parteikollegen dem sächsischen Wirtschaftsminister Kajo Schommer. Er befürchtet, dass die Fusion den Fortbestand des ostdeutschen
Stromversorgers Veag und damit die eigenständige Stromstruktur in Ostdeutschland gefährde. Veba und Viag, die die beiden größten Gesellschafter der Veag sind, beabsichtigten offenbar, die Veag
aufzuteilen. "Das können wir nicht akzeptieren", stellte Schommer klar. Er befürchtet, "dass Westdeutschland den Osten zu einer reinen Werkbank verkommen lässt". Der Osten hätte über erhöhte Strompreise den Aufbau einer Infrastruktur bezahlt und sei nun ohne Mitwirkungsrecht am liberalisierten Markt.

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