Nach Milliardengewinn

Kritik an Ölkonzern Total wegen Stellenstreichungen

Der Ölkonzern Total hat sich mit hunderten Stellenstreichungen auf dem Heimatmarkt Frankreich Kritik der Regierung eingehandelt. Es sei "skandalös", dass das Unternehmen Stellen abbaue, nachdem es im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von fast 14 Milliarden Euro gemacht habe, sagte Arbeitsstaatssekretär Laurent Wauquiez am Dienstag in Paris.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Paris (AFP) - Die Total-Führung hatte im Zuge eines "Konsolidierungsplans" die Streichung von 306 Stellen im Bereich Petrochemie bekannt gegeben. Laut Gewerkschaften könnten im Raffineriebereich nochmals 200 bis 300 Posten wegefallen.

"In diesen Krisenzeiten sind viele Unternehmen, die keine Gewinne mehr machen, in schwieriger Lage", sagte Wauquiez. Dennoch täten viele ihr Möglichstes, um ihre Belegschaft zu halten. Der Staatssekretär forderte Total auf, "vorbildliches Verhalten" zu zeigen und keine Arbeitsplätze abzubauen. "Es wäre besser, sie würden ihr Verhalten schnell korrigieren."

Die Gewerkschaft CGT erklärte, die Stellenstreichungen seien Folge von Jobverlagerungen ins Ausland, insbesondere in die Nahostregion und nach Algerien. Die Konzerntochter Total Petrochemicals France betonte, es gebe im Zuge der Stellenstreichungen "keinerlei Entlassungen". Die Mitarbeiter würden anderweitig eingesetzt oder gingen in den Vorruhestand. Zudem würden durch ein Investitionsprogramm bis 2012 gleichzeitig mehrere hundert Stellen geschaffen.

Quelle: AFP

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