Neuer Zulieferer

Kreide auf Rügen für das Kraftwerk Jänschwalde

Die Sassnitzer Kreidewerke Rügen GmbH beliefert jetzt das Kraftwerk Jänschwalde bei Cottbus. Jede Woche sollen drei Züge mit je 30 Waggons Kreide auf die Reise nach Brandenburg gehen und dort in der Rauchgasentschwefelung verwendet werden.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Sassnitz (ddp-nrd/sm) - Die Kreidewerke Rügen GmbH in Sassnitz beliefert jetzt das Kraftwerk Jänschwalde bei Cottbus. Jede Woche werden drei Züge mit je 30 Waggons Kreide auf die Reise nach Brandenburg gehen. Damit bringt das Rügener Unternehmen dann 200 000 Tonnen Kreide und damit doppelt soviel wie bisher auf die Schiene.

Für die Belieferung des Kraftwerks wurden mit Millionenaufwand eine neue Lagerhalle errichtet, zwei Filterpressen und neue Förderbänder angeschafft sowie Bahngleise und Verladeanlagen ausgebaut. Die Investition des Rügener Kreidewerkes wird vom Wirtschaftsministerium gefördert. In der neuen Halle können 7000 Tonnen so genannte Filterkuchen gelagert werden. Diese gereinigte und gepresste Kreide mit 15 Prozent Feuchtigkeit wird im Kraftwerk zur Entschwefelung der Rauchgase bei der Kohleverbrennung verwendet. Mit dem Ausbau der Produktion sollen 40 Beschäftigte im Unternehmen arbeiten.

Die Kreidewerke Rügen GmbH gehört zur Vereinigte Kreidewerke Damman KG. Neben verschiedenen Kreideprodukten für die Gummi-, Farben- und Lack-, die chemische und die kunststoffverarbeitende Industrie sowie für den Bereich Umwelttechnik stellt die Firma auch Heilkreide her.

Das Braunkohle-Kraftwerk Jänschwalde gehört zum Energiekonzern Vattenfall und hat eine Leistung von 3.000 Megawatt. Es wurde zwischen 1976 und 1989 erbaut.

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