Technischer Defekt

Kraftwerksunglück: Ermittler schließen Anschlag auf Wasserkraftwerk aus

Die russischen Ermittler haben einen Anschlag als Ursache für das schwere Unglück im größten Wasserkraftwerk des Landes gänzlich ausgeschlossen. "Es wurde festgestellt, dass der Unfall technischer Natur war", teilte der Ermittlungsausschuss der russischen Staatsanwaltschaft am Montag mit.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Moskau (afp/red) - Die Ursache werde erst im Verlauf der Untersuchungen völlig geklärt werden. Die "Theorie eines terroristischen Anschlags" sei bei den Ermittlungen aber "voll und ganz untersucht" und widerlegt worden.

Bei der Katastrophe im sibirischen Sajano Schuschenskaja war die Turbinenhalle des Kraftwerks vor einer Woche regelrecht geflutet worden. Bisher wurden 69 Tote geborgen; für sechs Vermisste gab es kaum noch Hoffnung.

Zu dem Unglück bekannte sich am Freitag die tschetschenische Rebellengruppe Rijadus Salichiin. Sie gab an, in der Anlage eine Anti-Panzer-Granate gezündet zu haben. Die Echtheit des Bekennerschreibens konnte jedoch nicht geklärt werden.

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