Kraftwerk Ensdorf: Saarländisches Umweltministerium fordert öffentliches Verfahren

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com
Vor dem Hintergrund der Diskussion um die Verbrennung von Tiermehl und anderen Stoffen im Kraftwerk Ensdorf hat das Umweltministerium heute den Antragsteller aufgefordert, ein öffentliches Verfahren zu ermöglichen. "Wir haben den Kraftwerksbetreiber gebeten, seinen Genehmigungsantrag dahin gehend abzuändern, dass die Öffentlichkeit an dem Genehmigungsverfahren auch formell beteiligt werden kann", so Umweltminister Stefan Mörsdorf.


Mörsdorf hatte dies bereits bei der Bürgerversammlung in Ensdorf am vergangenen Donnerstag angeregt. "Es gibt in dieser Sache nichts zu verbergen. Daher und im Hinblick auf die verständlichen Sorgen und Bedenken der Bürger erwarten wir, dass der Betreiber auf unsere Bitte eingeht." Das Umweltministerium bestätigte, dass für Ensdorf auch die Verbrennung industrieller Klärschlämme beantragt worden ist. "Entsprechende Presseberichte sind richtig, doch liegt naturgemäß zwischen dem, was jemand beantragt, und dem, was letztlich genehmigt werden kann und wird, ein Unterschied", unterstrich der Minister. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens werde die Genehmigungsbehörde letztlich zu entscheiden haben, welche Stoffe in Ensdorf verbrannt werden dürfen. "Industrieller Klärschlamm mit einem Schadstoffpotenzial, das über dem kommunaler Klärschlämme liegt, die auch in der Landwirtschaft ausgebracht werden dürfen, wird nicht dazu gehören", so der Minister.


Unterdessen hat das Umweltministerium die Antworten auf weitere Fragen unter www.umwelt.saarland.de ins Internet gestellt.

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