Neuer Abschnitt

Kräftiges Umsatzplus bei Steag

Seit 1. Januar vereint die Essener RAG-Tochter Steag alle Energieaktivitäten des Mutterkonzerns und will sich in den nächsten Jahren in Deutschland und Europa auf den notwendigen Zubau neuer Kraftwerksleistung konzentrieren. Gut aufgestellt ist der Konzern, das zeigte die jetzt vorgelegte Geschäftsbilanz für 2004.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp-nrw/sm) - Der Essener Energiekonzern Steag hat 2004 bei Umsatz und operativem Gewinn kräftig zugelegt. Die RAG-Tochter konnte nach Angaben ihres Vorstandsvorsitzenden Alfred Tacke im vergangenen Jahr den Konzernumsatz gegenüber dem Geschäftsjahr 2003 um 460 Millionen Euro auf über 1,44 Milliarden Euro steigern. Vor Zinsen und Steuern verdiente Steag 247 Millionen Euro nach 125 Millionen Euro im Jahr zuvor.

"Mit dem Jahreswechsel hat für Steag ein neuer Abschnitt begonnen", sagte Tacke am Mittwochabend in Essen. Denn der Kraftwerksbauer und -betreiber vereine seit dem 1. Januar alle Energieaktivitäten im RAG-Konzern. Dazu gehörten die Kraftwirtschaft im Saarland (Steag Saar Energie), die Gasdistribution (Steag Saar Ferngas) und der nationale Steinkohlehandel (RAG Verkauf). Die neue Steag beschäftigt nach eigenen Angaben im laufenden Geschäftsjahr knapp 5000 Mitarbeiter mit einem Umsatz von rund 4,6 Milliarden Euro. Damit ist der Konzern die Nummer Fünf unter den Stromerzeugern in Deutschland.

"Steag wird sich in den nächsten Jahren in Deutschland und Europa auf den notwendigen Zubau neuer Kraftwerksleistung konzentrieren", erläuterte Tacke. International wolle man vorrangig Serviceleistungen in den Bereichen Planung und Betrieb von Kraftwerken anbieten. Weitere Ziele in den kommenden Jahren seien: der Ausbau der technologischen Führung im Kraftwerksbau, die Modernisierung des Steag-Kraftwerksparks und der Ausbau auf dem Markt der Dezentralen Energien durch die Tochtergesellschaft Steag Saar Energie AG.

Die Arbeiten an der Entwicklung des Kraftwerksprojektes Walsum kommen laut Tacke gut voran. "Steag verfügt in Deutschland über wirtschaftlich, technologisch und genehmigungsrechtlich wettbewerbsfähige und akzeptierte Kraftwerksstandorte", so der Vorstandsvorsitzende. Dies seien gute Voraussetzungen, um an dem anstehenden Neubaubedarf zu partizipieren und um die Steag als Energiesäule im RAG-Konzern weiterzuentwickeln.

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