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Korrektur: E.ON rechnet bei Notstromversorgung einen extra teuren Tarif ab

Gestern hatte das strom magazin fälschlicherweise berichtet, dass E.ON Bayern in der Notstromversorgung den Allgemeinen Tarif berechnet. Das ist nicht der Fall. Wie E.ON Bayern-Pressesprecher Schönhammer heute mitteilte, kostet der Strom in der Notstromversorgung etwa 19 Cent pro Kilowattstunde und liegt damit fast 50 Prozent über dem Allgemeinen Tarif.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Gestern berichtete das strom magazin darüber, dass E.ON Bayern bei etwa 5000 DSA-Kunden die Notstromversorgung eingeleitet hat, weil die DSA Deutsche Strom AG wegen ausstehender Zahlungen nicht mehr zur Nutzung des E.ON Bayern-Netzes berechtigt ist. Dabei ist das strom magazin davon ausgegangen, dass automatisch der Allgemeine Tarif, der bei den meisten Anbietern teurer als etwaige Sonderangebote ist, als Abrechnungsgrundlage gilt.

Bei E.ON Bayern ist das allerdings nicht der Fall. Wie Josef Schönhammer, Pressesprecher E.ON Bayern AG, dem strom magazin auf Nachfrage mitteilte, berechnet E.ON Bayern in der Notstromversorgung einen "Notstromtarif", der mit etwa 19 Cent fast 50 Prozent teurer ist als der Allgemeine Tarif. Nach Auskunft von Schönhammer wurde der Tarif von der Preisaufsicht in Bayern genehmigt.

Wie die DSA gestern abend mitteilte, würden nach Prüfung der Rechtslage ausstehende Netznutzungsentgelte unverzüglich gezahlt. Zudem würde mit E.ON Bayern über die kurzfristige Aufhebung der Notstromversorgung verhandelt.

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