Tagung

Konventionelle und regenerative Energien im Wettbewerb

Das 1. Essener Energie-Kolloquium, das am 23. und 24. April stattfindet, setzt sich mit der Wettbewerbssituation von konventionellen und regenerativen Energien auseinander. Im Mittelpunkt stehen dabei Geothermie, Grubengas und Kraft-Wärme-Kopplung.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Der verstärkte Einsatz von regenerativen Energien ist politisch gewollt - entsprechend wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Gesetze und Förderprogramme aufgelegt, die die Erzeugung regenerativer Energien begünstigen, darunter das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das KWK-Förderungsgesetz, der aktuelle EU-Rahmen für Umweltschutzbeihilfen und das Kyoto-Protokoll.

Damit liegt auf der Hand, dass regenerative Energien in den Wettbewerb zu konventionellen Energien treten. Wie ist dieses Verhältnis auszutarieren? Welche konkreten Förderungsmöglichkeiten bestehen, wo liegen die Grenzen der Begünstigung regenerativer Energien? Wann ist ihr Einsatz technisch sinnvoll? Und wie ist der aktuelle Entwicklungsstand? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich das "1. Essener Energie-Kolloquium", das am 23. und 24. April dieses Jahres in Essen stattfindet. Im Mittelpunkt stehen dabei Geothermie, Grubengas und Kraft-Wärme-Kopplung.

Experten aus Wissenschaft und Praxis referieren unter anderem zu den folgenden Themen: Stand und Perspektiven der Förderung von regenerativen Energien; Grenzen aus dem Beihilfeverbot und der Warenverkehrsfreiheit nach dem Stromeinspeisungsurteil des EuGH; Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes der Geothermie; Stromerzeugung aus Geothermie im Oberrheingraben; Super C-Geothermieprojekte der RWTH Aachen; Grubengas - Vom Nebenprodukt zum eigenständigen Energieträger; Erste Betriebserfahrungen im Umgang mit Grubengasverwertungsanlagen; Grubengasnutzung des deutschen Steinkohlebergbaus; Die Genehmigungspraxis bei der Verleihung von Grubengasberechtigungen; Vorteile der Kraft-Wärme-Kopplung; Instrumente zur KWK-Förderung - Zielerfüllung, Kosten, Nebenwirkungen; KWK-Förderung aus kommunaler Sicht; Zertifizierung von industriellen KWK-Anlagen im Rahmen des KWK-Gesetzes.

Die Veranstaltung wendet sich an Entscheidungsträger, Techniker und Juristen aus Energieunternehmen, mittelständischen Betrieben, von kommunalen Dienstleistern sowie an Anlagenbauer aus Energie- und Umwelttechnik. Angesprochen werden außerdem Mitarbeiter von Verbänden, Behörden und Forschungseinrichtungen.

Das ausführliche Veranstaltungsprogramm erhalten interessierte Personen auf Anfrage beim Haus der Technik e.V. unter der Telefonnummer 0201-18031 (Zentrale) oder unter 0201-1803344 (Frau Strenk).

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strompreis

    KWK-Anlagen finden immer weniger Zuspruch

    Mit KWK-Anlagen kann klimafreundlich Strom und Wärme erzeugt werden. Zuletzt nahm das Interesse an großen und kleinen Anlagen aber dem Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung zufolge ab. Ob das an den vielen Regelanpassungen bei der Förderung liegt?

  • Solaranlage

    Eigene Photovoltaikanlage: Netzbetreiber wollen Beihilfen zurück

    Rund 4.500 Ökostrom-Erzeuger sollen ihre Photovoltaikanlage im vergangenen Jahr zu spät bei ihrem Stromnetzbetreiber angemeldet haben. Deshalb sollen sie seitens des Netzbetreibers geleistete Beihilfen zurückzahlen. Entscheiden werden die Gerichte.

  • Stromtarife

    Erneuerbare Energien: Kürzungen wie in Dänemark hierzulande nicht möglich

    Die neue dänische Regierung "fährt" die bisherige Förderung von erneuerbaren Energien erheblich runter - ein Umstand, von dem vor allem die Windkraftbranche betroffen ist. In der Bundesrepublik jedoch ist das nicht möglich, so Dr. Wolfgang von Geldern, Vorsitzender des Wirtschaftsbandes Windkraftwerke.

  • Stromnetz Ausbau

    30 Millionen Euro für Weiterentwicklung erneuerbarer Energien

    Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat heute in Berlin einen neuen Forschungsschwerpunkt gestartet: Bis 2003 stellt die Bundesregierung 30 Millionen Euro für 20 innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Verfügung.

  • Stromtarife

    Müller: Strommarktliberalisierung in Deutschland erfolgreich

    "Steuern statt Rudern" - so bezeichnete Wirtschaftsminister Müller sein Konzept für die staatliche Intervention in Energiemärkten. Seine Rede auf der Handelsblatttagung Energiewirtschaft veröffentlichen wir in der Originalversion.

Top