Kommunen werden aktiv: Auf dem Weg zum "Drei-Liter-Rathaus"

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
"Wir müssen die Handlungspotentiale zur Energieeinsparung in den Städten und Gemeinden künftig noch besser nutzen", hatte der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister, Ernst Schwanhold, im Mai anlässlich der Vorstellung des Aktionsprogramms 2000plus "Kommunaler Handlungsrahmen Energie in NRW" für nordrhein-westfälische Städte, Gemeinden und Kreise betont. In Regionalforen sollten Städte und Gemeinden gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden über die Programmschwerpunkte informiert werden.


In Remscheid fand gestern der erste RegioTreff statt. 80 Interessenten folgten der Einladung des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Wirtschaft und Mittelstand, Energie und Verkehr und des Städtetags Nordrhein-Westfalen. Vier weitere RegioTreffs - gleichfalls organisiert von Energieagentur NRW und Forschungszentrum Jülich (Projektträger ETN) - folgen in den nächsten Wochen in Bielefeld (28. November und Hamm 14. Dezember). "Ziel der RegioTreffs ist es, die Kommunen in NRW zu motivieren, noch stärker ihre Rolle im Rahmen des lokalen Klimaschutzes wahrzunehmen und Energiesparmaßnahmen umzusetzen", formulierte Gerd Marx von der Energieagentur NRW, Moderator der Veranstaltung.


Dr. Volkhard Riechmann als Vertreter des Ministeriums für Wirtschaft und Mittelstand, Energie und Verkehr referierte über "Rationelle Energieverwendung auf lokaler Ebene - Unterstützung der Kommunen durch das Land NRW". Er hob hervor, dass das Land seit fast zwei Jahrzehnten kommunale Energiekonzepte fördert und die Kommunen bei der Umsetzung von Maßnahmen mit vielfältigen Förder- und Beratungsangeboten zum Beispiel mit Hilfe der Energieagentur NRW unterstützt. "Erfolg macht Mut" - unter diesem Motto standen die Vorträge zu Beispielen aus der kommunalen Praxis. Wolfgang Putz von der Stadt Remscheid stellte die Haustypologie Remscheid und Ideen zur Altbausanierung vor. Ziel der Aktion war, Hauseigentümer zu motivieren, sich mit Maßnahmen zur Wärmedämmung auseinanderzusetzen, um den Energieverbrauch zu senken und damit zumindest mittelfristig Kosten zu sparen.

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