Kommunale Versorger wollen bundesweit antreten

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Vier der größten deutschen kommunalen Versorgungsunternehmen, die HEAG Versorgungs-AG und die Stadtwerke Mainz AG - vertreten durch ihre gemeinsame Tochter entega GmbH - die Stadtwerke München GmbH und die Stadtwerke Düsseldorf AG, wollen ihre Aktivitäten bündeln und künftig gemeinsam am bundesdeutschen Energiemarkt auftreten. Mit einem Gesamtabsatz von 18 Milliarden Kilowattstunden würde so auf Anhieb der viertgrößte Anbieter in der bundesdeutschen Strombranche entstehen.


Der Darmstädter Oberbürgermeister Peter Benz hat gemeinsam mit seinen Kollegen aus Mainz, München und Düsseldorf und den Vorständen der beteiligten Unternehmen eine Absichtserklärung ("letter of intent") unterschrieben. Darin sichern die Unterzeichner dem Projekt ihre Unterstützung zu und bekräftigen, dass das Modell "entega Deutschland" für die beteiligten Unternehmen eine große Chance im liberalisierten Energiemarkt sein wird. HEAG-Vorstandsvorsitzender Professor Horst H. Blechschmidt zeigte sich erfreut über die nun doch sehr rasche Entwicklung: "Wir sind sehr froh, dass die Oberbürgermeister der vier beteiligten Städte diese Absichtserklärung nun unterschrieben und damit ihren Willen zur Gesellschaftsgründung bekundet haben." Auch Vorstandskollege Albert Filbert freut sich über die Unterstützung für die beginnende zweite Konzeptphase. "Damit können wir jetzt unser Hauptziel, ein wettbewerbsfähiges nationales und europäisches Energieunternehmen aufzubauen, weiter führen."


Das in einer Vorstudie entwickelte Unternehmenskonzept wird nun detailliert ausgearbeitet. Zum Start soll eine gemeinsame Gesellschaft für Dachmarke, Vertrieb und Handel der beteiligten Unternehmen gegründet werden. Diese soll für Groß- und Branchenkunden neben der Energieversorgung auch ein breites Spektrum an Servicedienstleistungen anbieten und ein einheitliches Marketing-Konzept erstellen. Die neue Gesellschaft soll von einem noch fest zu legenden Standort aus zentral agieren. Für Privatkunden und den überwiegenden Teil der Gewerbekunden werden die Regionalgesellschaften weiterhin zuständig sein. Auch die Kundenakquisition soll an den Standorten der Regionalgesellschaften erfolgen. Um bundesweit präsent zu sein, sucht die noch zu gründende Gesellschaft weitere Partner in Nord- und Ostdeutschland.

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