Konflikt beigelegt

Kommunale Aktionäre sichern sich Sperrminorität an VNG AG

Der monatelange Konflikt um die Anteile der Stadtwerke Halle und Jena-Pößneck an der Leipziger VNG Verbundnetz Gas AG ist beigelegt. Damit sei die Sperrminorität der kommunalen Aktionäre in der VNG AG gesichert, teilte die Stadtverwaltung Leipzig am Dienstag mit.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Jena (ddp-lsa/red) - Leipzig erwerbe über die Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH für rund 34 Millionen Euro zusätzliche Aktien und werde damit stärkster kommunaler Anteilseigner der VNG AG.

Der Erhalt der kommunalen Sperrminorität sei ein wesentlicher Schritt, den Standort der VNG in Leipzig dauerhaft zu sichern, sagte Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD). Die Erhöhung der Anteile der sächsischen kommunalen Anteilseigner zeige auch, wie stark die VNG mit Sachsen und der Wirtschaft im Land verbunden sei. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) sprach von einem "entscheidenden Beitrag für den Wirtschaftsstandort und die Arbeitsplätze".

Im vergangenen Jahr hatten die Stadtwerke Halle und Jena-Pößneck ihre Mitgliedschaft in der VNG Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft (VuB) gekündigt. Die Oldenburger EWE AG versuchte mehrfach, die Anteile dieser kommunalen VNG-Aktionäre anzukaufen.

Die VNG AG ist den Angaben zufolge der drittgrößte deutsche Erdgasimporteur und zählt zu den zehn größten Importgesellschaften der Erdgasbranche in Europa. Das Unternehmen beschäftigt 963 Mitarbeiter.

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