Kohlekraftwerk Mainz

Kohlekraftgegner wollen gegen Besuch von Gabriel protestieren

Die Gegner des geplanten Kohlekraftwerks in Mainz wollen gegen den für Freitag geplanten Besuch von Bundesumweltminister Gabriel bei der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW) AG protestieren. Sie werfen dem Minister vor, dass er sich für den Bau neuer Kohlekraftwerke einsetze, was mit dem Klimaschutz nicht vereinbar sei.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Mainz (ddp-rps/sm) - "Wir werden das nicht kommentarlos hinnehmen", sagte der Vorsitzende der Initiative "Kohlefreies Mainz", Christof van der Bruck, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur ddp. Bruck kündigte "kleinere Aktionen" an. Genaueres stehe noch nicht fest.

Der Besuch des SPD-Bundesministers müsse als Teil des Kommunalwahlkampfs der Mainzer SPD gesehen werde, sagte van der Bruck. "Mit Gabriel kommt ein ziemlich unkritischer Gast." Dem Minister warf van der Bruck "Doppelzüngigkeit" vor. Einerseits mache dieser sich für Klimaschutz und regenerative Energiegewinnung stark, andererseits befürworte er den Bau neuer Kohlekraftwerke. Zugleich sagte der Koma-Vorsitzende, er würde es dennoch begrüßen, wenn auch ein Gespräch zwischen dem Umweltminister und den Kohlekraftwerksgegnern zustande käme.

Bundesumweltminister Gabriel will sich am Freitag mit dem Vorstand der KMW zu Gesprächen treffen und auf einer Betriebsversammlung sprechen.

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